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 Investition und Finanzierung – Management-Themen

 

investition-finanzierungAktuelle Trends im Bereich Finanzierung und Investitionen kompakt aufbereitet und schnell erfassbar. Das sind die Management Themen für Entscheider aus dem Finanzmanagement. Aus der Fach- und Wirtschaftspresse lokalisieren Autoren aktuelle Themen und bereiten diese in kompakter Form auf. Mit den Management Themen bleiben Entscheider an Fachthemen ganz nah dran und sparen viel Zeit für Eigenrecherchen.

 

Die Management-Themen verstehen sich als kompakte Zusammenfassung zu Fachthemen verschiedenster Disziplinen.  Auf ca. 3 Seiten sind alle relevanten Daten und Fakten zusammengefasst. Auf diese Weise können Branchen- und Märkte schnell erfasst werden.

 

Übersicht aktuelle Management-Themen

Die Management-Themen bieten damit eine schnelle Entscheidungsgrundlage für verschiedene Fachdiszplinen. Aufwendige Eigenrecherchen entfallen. Die Management-Themen können direkt online bestellt werden. Sie erhalten die Management-Themen per E-Mail im Word Format zugesendet.

 

Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM) – Gut für die deutsche Unternehmensfinanzierung

• Das ursprüngliche Ziel des ESM war es, überschuldete Mitgliedstaaten der Eurozone zu unterstützen, um deren Zahlungsunfähigkeit zu verhindern.
• Mittlerweile wird diskutiert, dass auch angeschlagene Banken direkt Hilfen aus dem ESM erhalten können. Dies führt indirekt dazu, dass europäische Steuerzahler aus einem Land eine Bankenrettung in einem anderen Land finanzieren.
• Da alle Banken der Eurozone nun ein dauerhaftes Rettungsszenario im Hintergrund haben, gibt es kaum noch einen Anreiz, risikobewusst zu handeln. Die Unternehmensfinanzierung wird davon profitieren.

 

Kontrahentenrisiken besser im Griff – Auswirkungen der neuen Gesetze auf Derivate, Repos und Wertpapierleihe

• Die im Jahre 2008 ausgebrochene Finanzkrise hat mittlerweile auch im Derivate- und Wertpapiergeschäft ihre Spuren hinterlassen.
• Um das Kontrahentenrisiko zu minimieren oder auszuschalten, wurde beispielsweise mit EMIR eine neue gesetzliche Grundlage gelegt. Zukünftig sollen Derivatetransaktionen idealerweise nur noch über zentrale Kontrahenten abgewickelt werden.
• Insbesondere wird auf die Qualität und das Management von Sicherheiten Wert gelegt. Für die betroffenen Clearing-Häuser und zentralen Kontrahenten erhöht sich damit der Aufwand immens.

 

Stresstest der EZB – Welche Folgen hat er für die Finanzierungssituation deutscher Unternehmen?

• Im Herbst dieses Jahres wird die Europäische Zentralbank die Aufsicht über die 128 wesentlichen Institute innerhalb der Eurozone übernehmen. Bevor dies geschieht, werden die Bilanzen der betroffenen Institute durch die EZB überprüft und anschließend einem Stresstest unterzogen.
• Die Befürchtungen, die durch Basel II und Basel III ausgelöst wurden, scheinen nun realer denn je: Die EZB wird in vielen Fällen eine höhere Kernkapitalquote erfordern, und dies wird sich insbesondere auf die Vergabe von Krediten an Unternehmen ungünstig auswirken. Besonders langfristige Kredite, die so wichtig sind für eine vernünftige Planung, stehen nun auf dem Prüfstand.

 

Hausbank – warum die traditionelle Unternehmensfinanzierung wieder attraktiv wird

• Eine Finanzierung über die Hausbank gilt zwar nicht als besonders schick, weist aber gerade für Mittelständler deutliche Vorteile gegenüber einer Kapitalmarktfinanzierung auf.
• Die lange Zeit stark beworbenen Mittelstandsanleihen leiden derzeit unter einem Imageproblem. Ursächlich hierfür sind einzelne Negativbeispiele, beispielsweise Prokon, die eine breite mediale Beachtung finden und das Instrument insgesamt in Frage stellen.
• Auch die Banken selbst gehen wieder stärker auf den Mittelstand zu. Sie suchen im aktuellen Niedrigzinsumfeld nach mittelfristig ertragreichen Geschäftsfeldern.

 

 

Bankenregulierung – gefährdet sie die Unternehmensfinanzierung?

• Die vergangenen Jahre waren einerseits von der anhaltenden Finanzkrise und deren Ausläufern gekennzeichnet und andererseits von der Reaktion der globalen Aufsichtsbehörden. Basel III, EMIR oder MiFID II zählen zu den prominentesten Beispielen für aufsichtsrechtliche Mammutwerke, die Banken und Unternehmen für die nächste Zeit beschäftigen werden.
• Kritiker bemängeln, dass nach einer Zeit recht laxer regulatorischer Anforderungen das Pendel nun zu stark ins andere Extrem geschwenkt ist. Die Folge sind überforderte Banken, die einerseits die Kreditvergabe einschränken und andererseits nun Gründe haben, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu verteuern.
• Wenn das dazu führt, dass die Realwirtschaft zu stark beeinträchtigt wird, hätte die Aufsicht den Unternehmen einen Bärendienst erwiesen.

 

 

 

IPO – Ist die Finanzierung über die Börse wieder trendy?

• Nach dem Platzen der Dot-Com-Blase kurz nach der Jahrtausendwende gab es kaum noch Börsengänge von Technologie-Start-ups, denn viele Anleger hatten damals Geld verloren.
• Mittlerweile nimmt die Zahl erfolgreicher IPOs aber wieder zu. Der US-amerikanische Finanzierungsmarkt liegt in dieser Beziehung deutlich vor Deutschland. Anders als hierzulande haben dort auch Start-ups eine Chance auf einen IPO.
• Aufgrund der aktuellen Niedrigzinspolitik wird Deutschland aber schon bald nachziehen. Es gibt schlicht keine glaubwürdigen Alternativen für die Geldanlage.

 

 

Restrukturierung – Was beim Umbau der Finanzierung zu beachten ist

• Wenn ein Unternehmen restrukturiert werden muss, ist der Spielraum für Maßnahmen in der Regel begrenzt. Neues Geld kommt nur dann ins Unternehmen, wenn dieses bestimmte Zugeständnisse macht.
• Bisherige Kreditgeber werden zu einer Lockerung der Konditionen nur bereit sein, wenn sich für sie dadurch die Aussicht verbessert, einen höheren Anteil des gewährten Kredites zurückzuerhalten.
• Der Trend, im Notfall Gläubiger zu Eigentümern zu machen, ist mittelfristig gefährlich, denn er wird zukünftige Kreditgeber auf breiter Front abschrecken.

 

 

Die Bankenunion kommt – wie wird sie sich auf die Unternehmensfinanzierung auswirken?

• Schon seit der Einführung von Basel II gibt es eine anhaltende Diskussion darüber, dass eine stärkere Regulierung zu höheren Kreditzinsen oder sogar zu einer Kreditklemme führen könnte.
• Im Vorfeld zur Bildung der Bankenunion prüft die EZB während der kommenden Monate die Bilanzen aller relevanten europäischen Banken.
• Da die EZB keine „Altlasten“ mitübernehmen will, hat sie ein großes Interesse daran, alle Kapitallücken auch tatsächlich aufzuklären.
• Die Kosten für das dann zusätzlich benötigte Kapital werden letztendlich auf die Kreditnehmer umgewälzt werden müssen.

 

 

Kreditfonds – eine clevere Alternative zu Verbriefungen?

• Kreditfonds kaufen Banken Kredite ab und refinanzieren sich über die Ausgabe von Fondsanteilen. Die Banken entlasten dadurch ihre Bilanzen, die Investoren profitieren von einer attraktiven Rendite, die im aktuellen Niedrigzinsumfeld anderswo schwer zu finden ist.
• Besonders geeignet sind lang laufende, großvolumige und riskante Kredite. Sie bieten genügend Spielraum für eine attraktive Rendite.
• Kreditfonds haben einige Gemeinsamkeiten mit Verbriefungen – insbesondere die Tatsache, dass der Investor das Kreditrisiko zwar trägt, dieses aber nicht selbst beurteilen kann.

 

 

Geldmarktfonds – Wie attraktiv sind sie noch?

• Geldmarktfonds sind insbesondere für große Unternehmen gedacht, um dort kurzfristig große Summen zu parken, die sie aber jederzeit wieder abziehen können. Im Hinblick auf die Cash-Optimierung erfüllen sie daher eine wichtige Aufgabe.
• Gleichzeitig zählen sie aber zu den Schattenbanken, da sie keine Banklizenz haben, aber bankähnliche Geschäfte betreiben – und Schattenbanken sollen stärker reguliert werden.
• Daneben haben sich im aktuellen Niedrigzinsumfeld eine Reihe von Alternativen herausgebildet; an vorderster Front sind aktiv gemanagte ETFs zu nennen, die ein starkes Cash-Profil aufweisen.

 

 

Infrastrukturfinanzierung – Wie attraktiv ist sie für Investoren?

• Die Finanzierung von Infrastrukturprojekten (zum Beispiel von Gleisen, Autobahnen, Brücken, Flughäfen) wurde lange Zeit wegen der eher niedrigen Margen von Investoren wenig beachtet.
• Dies beginnt sich zu ändern: Im anhaltend niedrigen Zinsumfeld sind nun auch die Margen aus risikoreicheren Finanzierungen deutlich abgesunken. Im Vergleich dazu ergibt eine Investition in Infrastrukturprojekte jetzt deutlich mehr Sinn.
• Die Branche hat sich in den vergangenen Jahren stärker dem Kapitalmarkt zugewandt und Finanzierungs- und Investitionsformen hervorgebracht, die potenziellen Investoren den Einstieg erleichtern.

 

 

Paradigmenwechsel im Risikomanagement – Verwendung externer Ratings wird eingeschränkt

• Externe Ratings – im Gegensatz zu intern erstellten Bonitätseinstufungen – werden bisher meist von einer der drei großen Rating-Agenturen erstellt.
• Diese Ratings dienen einerseits vielen Investoren als Entscheidungsgrundlage und waren bisher andererseits auch gesetzlich verankert, beispielsweise bei der Berechnung der Eigenmittelanforderungen von Banken und Versicherungen.
• Die vielschichtige Abhängigkeit der gesamten globalen Finanzwirtschaft von letztlich drei Rating-Agenturen soll nun vorerst in Europa durch ein EU-Gesetz verringert werden.

 

 

Forderungsverkauf – Finanzierungsinstrument für den Mittelstand

• Factoring und Verbriefung sind die zwei derzeit populärsten Formen des Forderungsverkaufs. Der Zweck ist in beiden Fällen nahezu identisch: Es kann das Ausfallrisiko der Forderung auf den Käufer übertragen werden; außerdem ergibt sich gleichzeitig ein positiver Liquiditätseffekt.
• Während die Verbriefung als Finanzierungsinstrument seit der Finanzkrise stark in Verruf geraten ist, konnte sich das Factoring mehr und mehr als „zuverlässige“ Alternative etablieren.
• Aber natürlich ist auch das Factoring nicht die ultimative Antwort auf alle Finanzierungsfragen. Gerade das Factoring von Forderungen gegen Endkunden hat seine Tücken.

 

 

Bank oder Kapitalmarkt – Unternehmensfinanzierung so günstig wie noch nie

• Noch vor wenigen Jahren war die Unternehmensfinanzierung über Bankkredite mit hohen Kosten verbunden. Der Trend hin zur Kapitalmarktfinanzierung hat daran nichts Wesentliches geändert.
• Nun hat sich das Blatt gewendet: Banken und Kapitalmarkt unterbieten sich gegenseitig im Wettlauf um Unternehmenskredite. Im aktuellen Niedrigzinsumfeld stellt der Unternehmenskredit scheinbar eine der letzten rentierlichen Anlageformen dar.
• Pikantes Detail: Die Unternehmen haben ihre Lehre aus der Krise gezogen und sind mittlerweile größtenteils so gut aufgestellt, dass sie einen deutlich geringeren Kreditbedarf haben.

 

 

Basel III – Auswirkungen auf die Finanzierung deutscher Unternehmen

• Das Regulierungsvorhaben Basel III steht in der Kritik, das Finanz- und Banksystem nur begrenzt sicherer zu machen, jedoch in jedem Fall teurer. Leidtragende wären kreditsuchende Unternehmen.
• Auch wenn die Erwartungen der Experten auseinandergehen, so scheinen doch speziell großvolumige und langfristige Finanzierungen betroffen zu sein. Besonders nachteilig wäre das für den Mittelstand, der oft keine geeignete Alternative zum Bankkredit hat.
• Unglücklich an der neuen Regulierung ist außerdem, dass sie Widersprüche aufweist, was ihre Akzeptanz empfindlich behindert.

 

 

Finanztransaktionssteuer – Auswirkungen auf Finanzierung und Risikomanagement deutscher Unternehmen

• Seit Jahren wird auf EU-Ebene über die Einführung einer Finanztransaktionssteuer diskutiert, bei der durch jeden Kauf oder Verkauf einer Aktie, einer Anleihe oder eines Derivates ein bestimmter Prozentsatz des Preises als Steuer fällig wird.
• Nun hat die EU-Kommission einen neuen Vorschlag vorgelegt, demzufolge eine solche Steuer ab 2014 fällig werden würde.
• Die deutsche Industrie wehrt sich nach Kräften, da es sich dabei um ein Vorhaben handelt, das eigentlich Banken treffen sollte, jedoch Kollateralschäden in der Realwirtschaft verursacht. Es werden vor allem Auswirkungen auf die Finanzierungskosten und das Risikomanagement befürchtet.
• Dass die Steuer tatsächlich das Finanzsystem stabilisiert, ist indes fragwürdig, da die betroffenen Transaktionen einfach in weniger regulierte Märkte abwandern können.

 

 

Regulierung des Derivatemarktes – Auswirkungen auf das Risikomanagement deutscher Unternehmen

• Die Regulierung des Derivatemarktes, zum Beispiel durch EMIR, ist eine Reaktion der Aufsichtsbehörden auf die durch die Finanzkrise offensichtlich gewordene Bedrohung, die von einem intransparenten Derivatemarkt ausgeht.
• Grundpfeiler der Regulierung ist die Anforderung, dass standardisierte OTC-Derivate zukünftig über zentrale Gegenparteien abzuwickeln sind.
• Die Regulierung betrifft alle Teilnehmer des Derivatemarktes, das heißt Banken und Unternehmen. Beide müssen das Risiko- und Sicherheitenmanagement stark ausbauen, um die höheren Anforderungen zu erfüllen.
• Unternehmen können ihre Meldepflichten operativ an Banken delegieren, was dort zu neuen Ertragsmöglichkeiten führt.

 

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