BranchenThemen Banken und Finanzen
Die deutschen Banken haben den Stresstest der Europäischen Bankenaufsicht EBA mit guten Noten bestanden.Neue Herausforderungen kommen auf die Kreditinstitute jedoch durch den Verzicht auf die Rückzahlung griechischer Staatschulden zu. Zudem wird die geforderte Kernkapitalquote systemrelevanter Banken ab Sommer 2012 nicht mehr 7,5 Prozent, sondern neun Prozent betragen. Im ersten Halbjahr 2011 haben die Banken ordentliche Erträge erwirtschaftet. Im dritten Quartal hagelte es jedoch Verluste. Sorgen bereitet der stark anwachsende Schattenbankensektor. Hedge-Fonds und Private-Equity-Unternehmen verschieben mittlerweile höhere Geldvolumen als die regulären Banken.
Die BranchenThemen verstehen sich als kompakte Zusammenfassung zu Ereignissen in einer Branche oder einem Marktumfeld. Auf ca. 5 Seiten sind alle relevanten Daten und Fakten zusammengefasst. Auf diese Weise können Branchen- und Märkte schnell erfasst werden.
Die BranchenThemen bieten damit eine schnelle Entscheidungsgrundlage für die Beurteilung von Branchen- und Märkte. Aufwendige Eigenrecherchen entfallen. Die BranchenThemen können direkt online bestellt werden. Sie erhalten die BranchenThemen per E-Mail im Word Format zugesendet.
Aktuelle BranchenThemen aus dem Segment Banken und Finanzen
Genossenschaftsbanken – eine alte Idee erlebt eine Renaissance>>
• Die Genossenschaftsidee findet in Deutschland gerade viel neues Interesse. Das auf gegenseitiger Förderung beruhende Geschäftsmodell grenzt sich von den Exzessen der Privatwirtschaft wohltuend ab.
• Darüber hinaus sind die 1 121 Volks- und Raiffeisenbanken sehr erfolgreich unterwegs. 2011 wurde ein Überschuss von drei Milliarden Euro erwirtschaftet.
• Rekordmarken erzielen auch die Verbundpartner der Genossenschaftsbanken. Der Versicherer R+V und die Bausparkasse Schwäbisch Hall nutzen die Filialen der Volks- und Raiffeisenbanken als Vertriebskanal und erzielen dort einen Großteil ihrer Vertragsabschlüsse.
Sparkassen – die Abwicklung der WestLB kostet eine Milliarde>>
• Die deutschen Sparkassen sind solide aufgestellt. Sorgen bereiten jedoch die hohen Aufwendungen für die Sanierung beziehungsweise Abwicklung von Landesbanken.
• Für die Abwicklung der WestLB müssen Sparkassen und Landesbanken eine Milliarde Euro auf den Tisch legen.
• Begehrlichkeiten wecken die Gewinne der Sparkassen jetzt auch bei den kommunalen Kämmerern. Insbesondere im verarmenden Nordrhein-Westfalen greifen die Politiker nach dem Geld der Institute mit dem roten S.
Der Schuldenschnitt – über 70 Prozent griechischer Anleihen kommen in den Schredder>>
• Der Schuldenschnitt bei den privaten Gläubigern Griechenlands ist durch ein Athener Gesetz auf den Weg gebracht.
• Banken, Versicherungen, Fonds und Kleinanleger können nun dazu gezwungen werden, sich an dem eigentlich freiwilligen Forderungsverzicht zu beteiligen.
• Aus dem im Herbst genannten Verzicht auf 50 Prozent der griechischen Schulden sind mittlerweile über 70 Prozent geworden.
• Besonders betroffen von den bald anstehenden Verlustbuchungen sind in Deutschland die Bad Bank der Hypo Real Estate und die Commerzbank.
Private Geschäftsbanken – die Commerzbank will ihre Kapitallöcher ohne Staatshilfe stopfen>>
• Die Situation des deutschen Bankensektors ist schwieriger als zugegeben wird. Abzulesen ist dies daran, dass sich die Banken untereinander kein Geld mehr leihen.
• Derzeit sind die Institute dabei, Geld aufzutreiben, um die von der europäischen Bankenaufsicht EBA vorgegebene Kernkapitalquote von neun Prozent zu erreichen.
• Die größte Lücke muss die Commerzbank schließen, sie braucht bis zum Sommer 6,3 Milliarden Euro. Deutschlands zweitgrößte Bank hat dabei den Ehrgeiz, die Rekapitalisierung ohne staatliche Hilfen zu stemmen.
Landesbanken – die Landesbank Berlin kostet die Sparkassen 850 Millionen Euro>>
• Der Erwerb der Landesbank Berlin (LBB) durch die Sparkassen im Jahr 2007 entpuppt sich als teures Abenteuer.
• Die Wertminderung der LBB auferlegt den Sparkassen nun Abschreibungen in Höhe von 850 Millionen Euro.
• Bereits im letzten Jahr mussten die Eigner 430 Millionen Euro auf ihre Beteiligung an dem Berliner Institut wertberichtigen.
• Im Sparkassensektor wird nun darüber nachgedacht, das Geschäft der LBB stärker mit dem der DekaBank zu verzahnen.
Schattenbanken – Finanzjongleure verschieben schon wieder Milliardensummen>>
• Reguläre Banken lagern ihre Risiken zunehmend in Schattenbanken aus. Hedge Fonds und Private-Equity-Unternehmen nehmen die Risiken gegen üppige Gebühren in ihre Bücher.
• Die Bemühungen der Gesetzgeber, das Bankenrisiko durch Regulierungsmaßnahmen zu mindern, werden hierdurch konterkariert.
• Experten schätzen, dass die vom nicht regulierten Schattenbanksektor gehaltenen Finanzvolumina die des regulären Bankensektors um fast 100 Prozent übertreffen.
• Auch sind sie sicher, dass die nächste Finanzkrise nur eine Frage der Zeit ist und diese dann von den Schattenbanken ausgelöst werden wird.
Wachsendes Misstrauen – der Interbankenhandel kommt zum Erliegen>>
• Die Kreditinstitute misstrauen sich derzeit so stark, dass sie sich gegenseitig kaum noch Geld leihen.
• Manche Experten sehen darin erste Alarmzeichen für eine mögliche neue Bankenkrise.
• Andererseits haben die Banken heute mehr Eigenkapital zur Verfügung. Zudem befindet sich die Weltwirtschaft, anders als 2008, nicht in einer Rezession.
Stresstest bestanden – doch Experten bezweifeln die Aussagekraft der Ergebniss>>
• Der Bankenstresstest der Europäischen Aufsichtsbehörde EBA stellt den Instituten insgesamt ein gutes Zeugnis aus.
• Auch die deutschen Banken haben den Stresstest bestanden. Trotzdem wurde die Landesbank Hessen-Thüringen aus der Wertung genommen, was auf heftige Kritik stößt.
• Der als Beruhigungsmittel für nervöse Kapitalmarktakteure gedachte Test hat seine Bestimmung kritischen Experten zufolge verfehlt. Moniert wird insbesondere, dass das zugrundegelegte Krisenszenario mögliche Staatsbankrotte innerhalb der Eurozone nicht berücksichtigt.
Das Handy wird zur Geldbörse – Mobile Payment stellt die Banken vor neue Herausforderungen>>
• Smartphones mit moderner Funktechnik stehen vor dem Durchbruch – und sollen dem Bundesbürger bargeldloses Bezahlen endlich schmackhaft machen.
• Die Sparkassen kontern die Entwicklung mit einer neuen EC-Karte, die für den Bezahlvorgang ebenfalls nur kurz vor einem Terminal geschwenkt werden muss.
• Wenn sich Mobile Payment durchsetzt, besteht für die Banken die Gefahr, hinter dem Smartphone ein anonymes Schattendasein zu führen.
• Die Sparkassen haben daher angekündigt, den Markt nicht Google allein zu überlassen und wollen schon 2014 eine eigene Mobile-Payment-Lösung anbieten.
Zeitenwende für den Derivatehandel – BGH-Urteil könnte die Beratungspraxis der Banken revolutionieren>>
• Der Bundesgerichtshof hat der Klage eines Mittelständlers gegen die Beratungspraxis der Deutschen Bank stattgegeben. Das Geldinstitut muss über 500 Millionen Euro Schadensersatz leisten.
• Gegenstand der Klage waren hochriskante Derivate, die dem Mittelständler den nun zurückzuzahlenden Schaden verschafften.
• Das Musterurteil könnte den deutschen Bankenmarkt erschüttern und zu einer Klageschwemme führen.
• Der Verkauf undurchschaubarer und komplexer Finanzprodukte scheint dem Ende zuzugehen.
Lust auf Shopping – Banken aus Schwellenländern wollen in Europa einkaufen>>
• Die Schwellenländer haben die Finanz- und Wirtschaftskrise nahezu unbeschadet überstanden. Auch die Kreditinstitute dieser Länder stehen glänzend da.
• Chinas Banken sind im Ranking der weltweit größten Finanzinstitute nach oben geklettert. Experten erwarten jetzt, dass sie auch außerhalb ihres Heimatmarktes expandieren wollen.
• Hierfür vergeben die Banken billige Großkredite an europäische Randstaaten, womit sie Abhängigkeiten schaffen und ihren politischen Einfluss stärken.
• Zudem suchen sie nach direkten Möglichkeiten zum Markteinstieg, indem sie europäische Banken ganz übernehmen oder Beteiligungen eingehen.
Die Finanzkrise war vermeidbar – US-Studie sieht die Banken als Hauptschuldige>>
• Eine von US-Präsident Barack Obama eingesetzte Kommission gibt den US-Banken und ihren Managern die Hauptschuld an der Finanzkrise.
• Deutsche Experten kritisieren die Studie als zu einseitig. Ihnen kommt zu kurz, dass auch politische Faktoren stark zu dem Desaster beigetragen haben.
• Hart ins Gericht geht eine neue Studie auch mit der Rolle des Internationalen Währungsfonds. Der IWF habe die Risikostrategien amerikanischer Banken nicht nur unterstützt, sondern sie als nachahmenswerte Erfolgsstrategien weltweit angepriesen.
Mehr Schutz für Sparer – das Anlegerschutzgesetz soll Bankberater an die Kandare nehmen>>
• Das für das Frühjahr erwartete Anlegerschutzgesetz soll die Banken dazu zwingen, ihre Kunden besser über Produkte zu informieren.
• Die 300 000 Anlageberater in Deutschland müssen sich bei der BaFin registrieren lassen – und können bei fehlerhafter Beratung mit einem Berufsverbot bestraft werden.
• Noch uneins ist man sich über die Neuordnung offener Immobilienfonds, weshalb sich das Gesetzgebungsverfahren verzögert hat.
Banking ohne Banken – Online-Kreditbörsen breiten sich aus>>
• Immer mehr Menschen leihen sich per Internet gegenseitig Geld.
• Kreditgeber und -nehmer handeln dabei die Kreditsumme und die Zinshöhe untereinander aus.
• Für viele Menschen bedeuten die Plattformen die letzte Möglichkeit, einen finanziellen Engpass zu überwinden. Eine institutionelle Einlagensicherung gibt es jedoch nicht, das Risiko ist hoch.
Ältere BranchenThemen in der Übersicht
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