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Open Password – Mittwoch, den 1. März 2017

#167


Eugene Garfield – Institute for Scientic Information – Scientific Information Index – Web of Science – Clarivate Analytics – The Scientist – PATINFO 2017

Eugene Garfield
1925 – 2017

Die relevante Forschungsliteratur
über Zitate und Links
„at your fingertips“

 

Relative wissenschaftliche Bedeutungen
messbar gemacht

(WB) Eugene Garfield, Begründer und Pionier der Zitationsindexierung und der Ziationsanalyse, ohne den die Informationswissenschaft heute anders aussähe, ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Er hinterlässt Frau, drei Söhne, eine Tochter, eine Stieftochter, zwei Enkeltöchter und zwei Großelternkinder.

Garfield machte seinen ersten Abschluss als Bachelor in Chemie an der Columbia University in New York City im Jahre 1949. 1954 sattelte er einen Abschluss in Bibliothekswissenschaft drauf. 1961 sollte er im Fach strukturelle Linguistik promovieren.

Als Chemie-Student war er nach eigenen Angaben weder besonders gut noch besonders glücklich. Sein „Erweckungserlebnis“ hatte er auf einer Tagung der American Chemical Society, als er entdeckte, dass sich mit der Suche nach Literatur womöglich ein Lebensunterhalt bestreiten lasse. „So I went to the Chairman of the meeting and said: „How do you get a job in this racket?“

Ab 1955 war Garfield zunächst als Berater für pharmazeutische Unternehmen tätig. Dort spezialisierte er sich auf Fachinformationen, indem er Inhalte relevanter Fachzeitschriften erarbeitete. 1955 schlug er in „Science“ seine bahnbrechende Idee vor, Zitationen wissenschaftlicher Veröffentlichungen systematisch zu erfassen und Zusammenhänge zwischen Zitaten deutlich zu machen.

1960 gründete Garfield das Institute für Scientific Informationen, dessen CEO er bis 1992 blieb. 1964 brachte er den Scientific Information Index heraus. Weitere Maßgrößen wie der Social Science Index (ab 1973), der Arts and Humanities Citation Index (ab 1978) und der Journal Citation Index folgten. Diese Verzeichnisse wurden in dem „Web of Science“ zusammengefasst und als Datenbank elektronisch zugänglich gemacht. Damit wurde es den Forschern ermöglich, die für sie relevante Literatur „at their fingertips“ zu finden und sich in ihr zurechtzufinden. Darüber hinaus wurde es mit Hilfe der Rankings von Garfields Messgrößen möglich, die relative wissenschaftliche Bedeutung wissenschaftlicher Beiträge, Autoren, wissenschaftlicher Einrichtungen, Regionen und Länder zu messen.

Garfield wandte sich im Zusammenhang mit seinen Messgrößen gegen „Bibliographic Negligence“ und „Citation Amnesia“, Er schrieb 2002: „There will never be a perfect solution to the problem of acknowledging intellectual debts. But a beginning can be made if journal editors will demand a signed pledge from authors that they have searched Medline, Science Citation Index, or other appropriate print and electronic databases.“ Er warnte aber auch vor einen unsachgemäßen Umgang mit seinen Messgößen und vor übertriebenen Erwartungen an sie in Zusammenhang mit Karriereentscheidungen über Wissenschaftler und Überlebensentscheidungen für wissenschaftliche Einrichtungen.

1982 übernahm die Thomson Corporation ISI für 210 Millionen Dollar. In der heutigen Nachfolgeorganisation Clarivate Analytics sind mehr als 4000 Mitarbeitern in über hundert Ländern beschäftigt.

Garfield gründete auch eine Zeitung für Wissenschaftler, speziell für Biowissenschaftler, „The Scientist“, die weiterbesteht und als kostenfreier Pushdienst bezogen werden kann. In seinen Beiträgen zur Wissenschaftspolitik kritisierte er beispielsweise die Wissenschaftsberater von Präsident Reagen 1986 als „Advocats of the administration´s science policies, rather than as objective conduits for communication between the president and the science community.“  Seinen Beitrag, mit dem er darum warb, die Förderung von UNESCO-Forschungsprogrammen fortzusetzen, gab er den Titel: „Let´s stand up für Global Science“.

Das ist auch in Trump-Zeiten ein guter Titel, da die US-Regierung den Wahrheitsbegriff, auf der Wissenschaft basiert, als bedeutungslos verwirft und sich auf Nationalismus und Abschottung statt auf internationale Kommunikation, Kooperation und gemeinsame Ausschöpfung von Interessen fokussiert.

PATINFO 2017

Europäischer Rechtsschutz im Wandel

  1. Mai – 2.Juni, 39. Konferenz über Patentinformation und gewerblichen Rechtsschutz – Europäischen Rechtsschutz im Wandel, mit 43 Ausstellern in Ilmenau. Anmeldung: http://www.paton.tu-ilmenau.de/das-paton/patinfo.html. – Kontakt: astrid.schieck@tu-ilmenau.de.

Rahmenprogrramm und Vorträge liegen nunmehr vor:

Rahmenprogramm

Mittwoch, 31.05.2017

14:30-17:30
Hotel Tanne, PATON

Workshops

17:45

PATON

Treffen der PING-Mitglieder

ab 19:00
Fischerhütte

Networking auf dem Begrüßungsabend, Möglichkeit der Registrierung

Donnerstag, 01.06.2017

8:00 – 8:30
Festhalle
Registrierung

8:30 – 18:00
Festhalle

Vorträge, Ausstellung, begleitende Ausstellung

18:45 – 19:45

St.-Jakobus-Kirche,
Kirchplatz 1

Zwischentöne

ab 20:00*

Hotel Tanne

Abendveranstaltung

Freitag, 02.06.2017

9:00 – 12:30

Festhalle

Vorträge, Ausstellung, begleitende Ausstellung

12:30-13:00

Festhalle

Schlusswort, Ankündigung PATINFO2018, Imbiss

Vorträge

Donnerstag, 1. Juni 2017

8:00
Registrierung

8:30
Ausstellerkurzpräsentationen

9:15
Kaffeepause

9:30

Begrüßung
Peter Scharff, Rektor der Technischen Universität Ilmenau

Strategische Positionierung des DPMA als nationales Patentamt
Günther Schmitz, Vizepräsident des Deutschen Patent- und Markenamtes, München

Die Patentinformation im Dienste der Innovation
Heiko Wongel, Europäisches Patentamt, Wien, AT

WIPO IP Services, especially in the context of changes within Europe
Claus Matthes, Senior Director, PCT Legal and International Affairs Department, World Intellectual Property Organization, Genf, CH

10:55
Diskussion

11:05
Kaffeepause

11:35

Aktuelle Änderungen des Unionsmarkenrechts – aus HABM wird EUIPO
Susann Reinhardt, Engel Patentanwaltskanzlei, Suhl

Sicherstellung Patentschutz in Europa – Entscheidungsfindung in einem globalen Engineering-Konzern
Stephan Wolke, Intellectual Property GmbH, Essen

Brexit – ein Jahr danach. Auswirkungen auf den gewerblichen Rechtschutz
Benjamin Grau, Julia Harrasz, Murgitroyd, München

12:35
Diskussion

12:45
Mittagspause

13:45

Klassifikationsinitiativen des japanischen Patentamts – Möglichkeiten und Grenzen für den europäischen Rechercheur
Jutta Haußer, Europäisches Patentamt, Wien, AT

Defensiv-Publikationen – ein zweischneidiges Schwert?
Paul Rosenich, Patentbüro Paul Rosenich, Triesenberg, LI

Reifegradmodell für ein effektives Patentmanagement
Lothar Walter, Universität Bremen

14:45
Diskussion

14:55
Kaffeepause

15:25

Professionalisierung des Technologietransfers und IP-Managements an Universitäten
Roya Ghafele, Oxfirst Ltd., University of Oxford, UK

Einbringung von Hochschul-IP in Startups – Chancen und Risiken
Axel Koch, Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer, Universität Saarland, Saarbrücken

Qualitative Patentbewertung nach dem Scoring-Rating-Prinzip
Bruno Götz, TÜV Rheinland, Nürnberg

16:25
Diskussion

16:35
Kaffeepause

17:00
Ausstellerkurzpräsentationen

18:00
Abendprogramm

Freitag, 2. Juni 2017

9:00

Die Umsetzung der EU-Markenrechtsrichtlinie ins deutsche Recht
Jutta Figge, Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, Berlin

Markenschutz und -Verteidigung in der Unternehmenspraxis
Claudia Meindel, Euro-Triumph, München

Rechtsverletzung im Designrecht – aktuelle Entwicklungen
Henning Hartwig, Bardehle Pagenberg, München

Das Nichtigkeitsverfahren für Designs beim DPMA – 3 1/2 Jahre praktische Erfahrungen
Markus Ortlieb, Deutsches Patent- und Markenamt, Dienststelle Jena

10:20
Diskussion

10:30
Kaffeepause

11:00

Die FTO-Recherche – kreatives Spannungsfeld zwischen Rechercheur, Management/Erfinder und dem Patentanwalt
Susanne Köhler, Volkmar Kruspig, Meissner Bolte, München

New features of Patentscope: Translation tool, chemistry searching
Claus Matthes, WIPO, Genf, CH

White-Spot-Analyse – Potenziale von Patentanalysen in frühen F&E-Phasen
Yvonne Wich, Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart

Die klassische Patentrecherche mit Wörtern und Klassifikationen im Vergleich zu einem semantischen Ansatz
Gabriele Kirch-Verfuss, WissensWert Unternehmensberatung, Recklinghausen

12:20
Diskussion

12:30
Schlusswort, Ankündigung PATINFO2018, Imbiss

Archiv & Touchpoint

Das Open Password Archiv Plus bündelt mehr als 1.100 Beiträge aus den Open Password Pushdiensten seit 2016.

 

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Wir haben alle Pushdienste (Beiträge) der letzten Jahre als PDF vorliegen. Hier sind entsprechende Abbildungen und Bilder enthalten. Die PDFs zu den Pushdiensten werden ebenfalls Schritt für als Link mit in die Beiträge angelegt.

Wir sind bemüht Beiträge nach denen einen hohe Nachfrage besteht in der Anlage vorzuziehen. Hierfür werten wir die Zugriffe auf die Titellisten und die Klicks auf Beiträge regelmässig aus.

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