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Open Password – Donnerstag, den 8. Juni 2017

#209


Urheberrecht – Wissenschaftliches Publizieren –  Verlage – Rudi Schmiede – Steffen H. Elsner – Open Password – Silke Bromann – DGI – Marlies Ockenfeld – Sigrid Riedel – Elgin Jakisch – Verbandspolitik

 

Briefe

Ein deutliches Wort gegen eine
offensichtlich unangemessene verlegerische Praxis

Zu: Der Kampf um das Urheberrecht und die Interessen der Wissenschaftler – Die Vereinnahmung der Urheberschaft der Autoren durch die Verlage ist die usurpatorische Standard-Praxis, aus: Open Password vom 6. Juni, # 208

Lieber Herr Bredemeier,

endlich einmal ein deutliches Wort gegen die gängige, offenkundig unangemessene Verlagspraxis! Herr Schmiede bringt es auf den Punkt – Chapeau!

Ich habe ohnehin noch nie wirklich verstanden, warum sich „die Wissenschaft“ in Online-Zeiten schon beinahe sklavisch den zugemuteten Verlagsdiktaten unterwirft. Würde man sich hier (massenhaft) verweigern, hätten die (Groß-)Verlage bald keinen (lesenswerten) Content mehr, den sie überteuert vermarkten könnten, und müssten demzufolge ihre rüde Praxis überdenken bzw. verändern.

Solange „die Eitelkeit der Wissenschaft“ allein durch das Druckwerk befriedigt zu werden scheint, haben die Verlage indes leichtes Spiel…

Hier gilt, was sich bereits bei Pistorius [Thesavrvs paroemiarvm germanico – ivridicarvm, Teutsch, Lipsiae 1716ff., Bd. II, S.170 Nr.30] nachlesen lässt: „Schweigst du still, so ist’s dein Will“ – der wird im Zweifel gegen dich und deine wohl begründeten Interessen verwandt werden.

Freilich gilt hier aber auch, „Es ist kein Recht so klar, dass man keinen Widerspruch erheben könnte“ (zit. nach Graf/Diether: Deutsche Rechtssprichwörter, Aalen 1975 (Neudruck), S.446, Nr.420]. Wohl an, es wäre höchste Zeit dafür!

Herzliche Grüße nach Hattingen, Ihr Steffen H. Elsner

Veröffentlichungen

Das frei zugängliche Branchenmedium
der Informationsexperten in Deutschland

Aus: http://blog.bromann-japanconsulting.de/2017/06/05/lesetipp-open-password/

https://www.password-online.de/

Der heutige Tipp richtet sich an alle, die mit der Ressource Information – nicht nur im Japangeschäft – zu tun haben.

OPEN PASSWORD ist der frei zugängliche „Nachfolger“ der Ende 2015 eingestellten Zeitschrift PASSWORD, dem Branchenmedium der Informationsexperten in Deutschland.

OPEN PASSWORD bietet einen interessanten Themenmix:

  • Nachrichten über Informationsanbieter: Verlage, Datenbanken, Hosts, Bibliotheken
  • Berichte, Kommentare, auch satirische Texte über die relevanten Politikfelder und Akteure
  • Branchentrends und Tipps fürs Selbstmarketing für Information Professionals
  • Tagungsberichte und Buchbesprechungen

Die aktuellen Beiträge finden Sie im PUSHDIENST. Er erscheint mindestens einmal wöchentlich. Sie erhalten den PUSHDIENST per E-Mail, wenn Sie sich kostenlos registrieren. Nähere Infos finden Sie hier:

https://www.password-online.de/push-dienst/

DGI (1)

IWP-Redakteurin Marlies Ockenfeld
zur Präsidentin gewählt

Die DGI hat einen neuen Vorstand gewählt. Es wurden ausschließlich neue Mitglieder in den neuen Vorstand berufen. Eine Ausnahme bildet Luzian Weisel (FIZ Karlsruhe), der abermals zum Vizepräsidenten bestimmt wurde. Hingegen schieden Leistungsträger wie die bisherige Schatzmeisterin Sigrid Riedel (WTI Frankfurt) und (schon länger) die freie Brokerin Elgin Jakisch aus.

Zur Präsidentin wurde Marlies Ockenfeld gewählt, die langjährige Redakteurin und Chefredakteurin der DGI-Zeitschrift „Information. Wissenschaft und Praxis“. Der weitere Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

Schatzmeisterin
Christine Eckenweber-Black (TRISOLVE-Scientific)

Vorstandsmitglieder
Michael Borchert (RetailConsult.de-Beratung und Coaching im Handel)
Axel Ermert (Institut für Museumsforschung)
Nadine Walger (Deutsche Nationalbibliothek)
Barbara Müller-Heiden (Freiberufliche Dozentin)
Margret Schild (Theatermuseum Düsseldorf).

DGI (2)

Marlies Ockenfeld an alle Mitglieder:

 

„Bedarfsgerechten Zugang zu dokumentationswürdigen
Quellen sicherstellen!“

Die neue Präsidentin der DGI, Marlies Ockenfeld, hat sich in einem Brief an die Mitglieder der DGI gewandt. Unter anderem schreibt sie:

Liebe Mitglieder der DGI, …

Im neuen Vorstand wollen sich künftig langjährige und neue persönliche Mitglieder der DGI dafür einsetzen, dem Kernanliegen der DGI Gehör zu verschaffen und es in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen, nämlich den bedarfsgerechten Zugang zu dokumentationswürdigen Quellen, ihrem Inhalt und ihrer Bedeutung sicher zu stellen. Der Bedarf eines Industrieroboters ist dabei selbstverständlich ein anderer als der eines Patentanwalts, eines Archäologen, eines Finanzanalysten oder eines Berufsschullehrers. Alle müssen aber jeweils spezifisch mit den Informationen versorgt werden, die zur aktuellen Aufgabenerfüllung erforderlich sind. Dabei werden heute nur noch selten einzelne Dokumente ausgewertet. Maschinelles Lernen und semantische Verfahren führen zu immer leistungsfähigeren automatisierten Prozessen für Massenanwendungen. Erforderlich bleibt aber die Bewertung, was berücksichtigt werden soll und was nicht. Recherchen werden heute fast nur noch bei komplexen professionellen Fragestellungen in Auftrag gegeben. Die Zielgruppen der verbreiteten allgemeinen Such- und Publikationswerkzeuge müssen jedoch mit den Möglichkeiten und Grenzen der Systeme und ihren Nebenwirkungen stets vertraut sein. Der Zugang zu den Inhalten muss barrierefrei, rechtssicher und nachvollziehbar gestaltet sein. Standardisierung wird noch immer zunehmend wichtiger und wichtiger, um den Austausch von Daten zu gewährleisten.

Dies sind nur einige Aspekte. Sie verdeutlichen, dass zwar Techniken und Methoden zur Gestaltung von Informationsprozessen einer rasanten Entwicklung und einem ständigen Wandel unterliegen, das Kernanliegen aber bleibt nach wie vor die zentrale Herausforderung an die gesamte Information Community. Ihr müssen wir uns durch die Arbeit in Fachgruppen, durch Fort- und Weiterbildungs­angebote und Publikationen stellen, um als Fachgesellschaft für angestammte und möglichst viele neue, junge Mitglieder attraktiv zu sein und unsere Schnittstellenfunktion zu festigen.

Der neue Vorstand vereint Erfahrungen aus vielen Bereichen des Informationssektors: Archiv, Biblio­thek, Dokumentation, E-Learning, Harvesting, Information Broking, Museum, Normung, Redaktion, Schulung und Lehre, Unternehmensberatung und Marketing. Die meisten Mitglieder bringen dazu Erfahrung in Gremienarbeit und Vorstandstätigkeit mit und sind – mit oder ohne Social Media – gut vernetzt. Die Erfahrungen der scheidenden Vorstände möchten wir gerne so intensiv wie möglich einbeziehen.

Die Integration der Arbeits- und Informationsprozesse über traditionell getrennte Institutionen hinweg soll sich auch auf Ebene der Fachgesellschaften und Berufsvereinigungen spiegeln. Wir möchten die Zusammenarbeit über Vereinsgrenzen hinweg stärken und werden hoffentlich schon bald entspre­chende Vereinbarungen treffen können. Mit dem neu gewählten Obmann der Öster­reichischen Gesell­schaft für Dokumentation und Information (ÖGDI), der Anfang Juli sein Amt antritt und seit langem persönliches Mitglied der DGI ist, gab es bereits Vorgespräche. Ebenso sind konkrete Maßnahmen mit Mitgliedern des Hochschulverbands Informationswissenschaft auf einem guten Weg.

Einzelne konkrete Vorhaben werden wir in den nächsten Wochen abstimmen. Dazu zählen sicherlich der Ausbau des Mitgliederbereichs der Website oder der Aufruf an die publizierenden Mitglieder, sich bei ORCID zu registrieren. Aufgrund der ermutigenden Erfahrungen mit dem Gemeinschafts­stand auf dem Bibliothekartag in Frankfurt am Main werden wir versuchen, auch 2018 beim Bibliothekartag in Berlin Mitglieder der DGI auf einem Gemeinschaftsstand zu versammeln. In diesem Jahr hat unser korporatives Mitglied WTI Frankfurt dankenswerterweise die Hauptlast der Organisation getragen.

Einer der wichtigsten Punkte in der Arbeit jedes Vorstands ist die laufende und regelmäßige Kommunikation mit den Mitgliedern. Der Vorstand soll auch ein Organ der Mitglieder für die Mitglieder sein, ein offenes Ohr für ihre Anliegen haben und sich nach seinen Möglichkeiten intensiv um Lösungen bemühen. Das verstehen wir darunter, ehrenamtlich für die DGI tätig zu sein.

Der Übergang vom scheidenden zum neuen Vorstand wird in den kommenden zwei Wochen erfolgen.“

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