Rubrik: Praxis
Gut beraten mit E-Mail-Marketing
Warum gerade Versicherungen von der digitalen Kundenkommunikation
profitieren
Rolf Anweiler, München
Jahr für Jahr investieren Versicherungen allein in Deutschland viele
Millionen Euro für postalische Mailings, um ihre Kunden zu informieren oder
für neue Produkte und Dienstleistungen zu werben. Oftmals wandern die
aufwändigen Hochglanzprospekte und Informationsbroschüren jedoch ungelesen
in den Papierkorb oder rufen trotz anfänglichem Interesse keine direkte
Reaktion des Empfängers hervor. Fehlerquellen und strukturelle Gründe, warum
die durchschnittliche Rücklaufquote von Direct Mail Kampagnen bei lediglich
1,5 Prozent liegt, gibt es zuhauf: Mangelnde Zielgruppengenauigkeit, keine
direkte Aktionsmöglichkeit des Empfängers oder fehlerhafte Aufmachung des
Mailings, um nur einige Beispiele zu nennen. Verschenktes Potenzial, denn
gerade Versicherer verfügen in hohem Maße über detaillierte Kundenprofile
für effiziente Direkt-Marketing-Maßnahmen. Zeit, sich über einige Dinge in
Sachen Kundendialog klar zu werden:
Sind postalische Mailings in Zeiten überquellender Briefkästen und medialer
Dauerberieselung überholt, zu kostspielig? Angesichts der vielfach
geschrumpften Budgets stehen Marketing-Entscheider in der
Versicherungsbranche zunehmend unter Druck, die eingeschlagenen
Kommunikationswege zum Kunden zu überdenken. Eine effiziente
Mittelverwendung ist das Gebot der Stunde: Bestehende Kunden sollen
möglichst kostengünstig gebunden, Neukunden mit minimalen Streuverlusten
gewonnen werden.
Aus diesen Bedürfnissen heraus gewinnt der Einsatz von Marketing-Maßnahmen
per E-Mail immer mehr an Bedeutung. Eine im Auftrag der eCircle AG, einem
der führenden Anbieter von Software und Services für digitales
Direktmarketing, durchgeführte Studie (2002) fand beispielsweise heraus,
dass bereits 40 Prozent der deutschen Unternehmen Newsletter zur
Kundenbindung einsetzen und damit sehr gute Erfahrungen in Bezug auf das
Kosten-Nutzen-Verhältnis gemacht haben. 67 Prozent der Marketing-Entscheider
bescheinigten dem Medium E-Mail eine höhere Effektivität als der
"klassischen" Online-Werbung und 68,3 Prozent eine höhere oder zumindest
gleiche Wirksamkeit im Vergleich zu postalischen Mailings.
Die Kombination aus kostengünstigem Kommunikationsmedium und direkter
Reaktionsmöglichkeit des Empfängers ohne Medienbruch macht die Effizienz von
E-Mail-Marketing aus: So erreicht beispielsweise der HDI ...
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