Die SparkassenZeitung, 18.10.2002, Nr. 42, S. 11
Dossier: Multikanal-Management
Kanalübergreifendes Kampagnenmanagement
Kunden zielorientiert ansprechen
Chancen und Grenzen des kanalübergreifenden Kampagnenmanagements erläuterte
Jens Viernow, Mitglied des Vorstandes der Stadtsparkasse Hannover in seinem
Tagungsreferat.
Viernow zufolge ist die Ausgangslage im Vertrieb gekennzeichnet durch große
Verkaufskampagnen mit großen Kundenzahlen, aber ohne gezielte Kundenauswahl.
Zeitlich befristete in der Regel produktbezogene Kampagnen würden oft ohne
Bedürfnisprüfung durchgeführt. Ein gezieltes Aktivitäten-Controlling gäbe es
nicht, ebenso wenig ein Nachhalten bei den Kundereaktionen. Weiterhin würden
Aufwand und Ertrag beim Einsatz der unterschiedlichen Verkaufskanäle nicht
genügend berücksichtigt und nur ein Teil der Individualkunden regelmäßig
erfasst.
Hingegen erfordere kanalübergreifendes Kampagnenmanagement, dass je Maßnahme nur
wenige Kunden zielgerichtet ausgewählt werden, so Viernow. Verkaufsmaßnahmen
müssten zeitlich befristet und anlassbezogen sein. Wichtig sei es,
Kundenreaktionen zu erfassen, um so den Erfolg der Aktion und die Präferenzen
für bestimmte Vertriebswege zu erfassen. Darüber hinaus gebe die Auswertung der
Kampagnenergebnisse Hinweise für das künftige Vorgehen im Kanalmanagement. Für
die zeitliche Taktung empfahl Viernow, dass jeder Individual - oder
Potenzialkunde mindestens zwei Mal im Jahr über eine Verkaufsmaßnahme aktiv
angesprochen werden solle.
Viernow machte deutlich, dass eine Intensivierung des aktiven Vertriebs einen
kanalübergreifenden Database-Marketing-Prozess voraussetze. Hierbei komme es
nicht nur auf einen leistungsfähigen ...
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39111, DSZ , 18.10.02; Words: 463
, NO: 20021018048
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