Die Untersuchung der Effizienz von Marketing-Maßnahmen ist ein sehr
facettenreiches Problem. Einige relevante Punkte machen die wesentliche
Problematik besonders deutlich.
Unternehmen nehmen jetzt verstärkt auch ihre Marketing-Ausgaben unter
die Lupe
Die anhaltend angespannte Finanzsituation vieler Unternehmen, sowie die
mittelfristigen volkswirtschaftlichen Tendenzen führen dazu, dass
Unternehmen sämtliche Ausgaben- und Aufwandsblöcke überprüfen. Neben den
üblichen Potenzialen, wie Überprüfung z. B. der Prozesseffizienz und der
Personalkosten, wenden sich Unternehmen auch verstärkt hin zu Analysen
ihrer Marketing-Effizienz. Dieser Themenbereich bietet vielschichtige
Anknüpfungspunkte, gemeinsam ist aber allen, dass es das Ziel ist,
Marketing-Ausgaben nicht einfach nur zu kürzen, sondern alle derartigen
Ausgaben einer Performance- oder Effizienzmessung zu unterziehen. Das
bedeutet, dass Marketingleiter für jeden auszugebenden Euro nachweisen
müssen, welche quantitative Wirkung hierdurch erzielt wird.
Während für eine Prozessverbesserung oder auch einen Personalabbau
unmittelbar wirksame Kostensenkungen nachweisbar sind (sofern mit den
neuen Konstellationen der gleiche Output erzielt werden kann, bzw. eine
Kapazitätsanpassung kostenwirksam erreicht wird), liegt das primäre Ziel
im Marketing nicht im generellen Abbau von Kosten, sondern im Abbau von
Marketingkosten, deren Erfolg nicht die dafür aufgewendeten Kosten
mindestens kompensiert.
Das eigentliche Problem ist dabei die Quantifizierung des Erfolges von
Marketingmaßnahmen, die zum großen Teil nicht durch einen direkt messbaren
monetären Vorteil begleitet werden, der im Idealfall auch noch kurzfristig
wirkt.
Nicht reines Cost-Cutting ist im Marketing gefragt, sondern ein echter
Effizienz-Check
Die Agenda von Unternehmen wird bestimmt durch Effizienzsteigerung und
Optimierung im Marketing. Sie straffen ihre Marketingabteilungen,
verlangen von Agenturen und Medien mehr Leistung, kürzen die Budgets und
hinterfragen jeden Werbe-Euro im Sinne einer dem Controlling zu
unterziehenden Investition auf seinen Nutzen. Die Hauptfrage ist, wie die
Wertschöpfung von Marketingabteilungen und Agenturen transparent gemacht
werden kann und deren Effekte ganzheitlich abgebildet werden können.
Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass nicht das Kommunikationsziel
mit dem Marketingziel oder dem Erreichen von Umsatzvorgaben gleichgesetzt
werden darf. Es gilt, bei der Etablierung entsprechender
Effizienzkriterien sorgfältig nach passenden Messpunkten zu suchen, die
auch qualitativer Natur sein können und sich damit einer rein quantitativ
orientierten Controlling-Analyse entziehen, trotzdem aber den Output-Wert
der eingesetzten Gelder abbilden können.
Tendenziell erhöht sich der Wunsch nach Werbe-Erfolgskontrolle bei
werbetreibenden Unternehmen, was zu einem verstärkten Einfluss von
Marktforschungs- und Tracking-Ergebnissen in das Agentur-Briefing führt.
Ein aufwändiges und teures Procedere, die Kampagneneffizienz zu erhöhen,
wäre der Vorab-Test einer Kampagnenidee auf seine Relevanz für Marke und
Zielgruppe.
Aktivitäten-Controlling
Die Effizienz von marketingrelevanten Maßnahmen könnte auch durch ein
gezieltes Aktivitäten-Controlling deutlich verbessert werden. Häufig wird
durch produktbezogene Kampagnen ohne Bedürfnisprüfung ein breiter
Kundenkreis angesprochen, anstelle eine gezielte Kundenauswahl zu treffen.
Die Reaktionen der Kunden würden ebensowenig nachgehalten; ein aktives und
kanalübergreifendes Database-Marketing wird häufig nicht genutzt, welches
den Quotienten aus Ertrag und Aufwand von Marketingmaßnahmen deutlich
verschieben könnte.
(1)
Kommunikationstools
Dieses kann insbesondere für einen möglichen weiteren Ansatz relevant
sein, nämlich, wenn man sich über neuere Kommunikationstools wie E-Mails
oder Newsletter an die Kunden wenden will. Während insbesondere viele
Versicherungen heute noch aufwändige Hochglanzprospekte und
Informationsbroschüren an ihre Kunden versenden, die dann häufig ungelesen
im Papierkorb verschwinden oder trotz Interesse keine Reaktion des
Empfängers hervorrufen, gelangen andere Unternehmen mit dem
Kommunikationskanal E-Mail-Marketing zu hohen Responseraten und
detaillierten Messungen über das Kundenverhalten sowie zu profilierten
Informationen über die Kunden.
Media-Agenturen
Ein weiterer, nicht zu vernachlässigender Faktor, im Hinblick auf
effiziente Nutzung der Marketinggelder, sind Tendenzen im Media-Bereich,
die einer unabhängigen, medienübergreifenden und damit
effizienzsteigernden Beratung der Kunden durch ihre Media-Agenturen
entgegenwirken.
Inzwischen verdienen Media-Agenturen nicht mehr etwa 15 %
Agentur-Provision für ihre Optimierungs- und Vermittlungsleistung, sondern
nur noch etwa 2 bis 3 %. Diese Entwicklung führt zu Löchern in den
Agenturkassen.
Aufgrund der aktuellen Situation der Medien im Hinblick auf stark sinkende
Mediaeinnahmen von Unternehmen, versuchen diese, die Media-Agenturen mit
Köder-Geld-Leistungen (welche direkt in die Agenturkasse fließen) dazu zu
bewegen, in die Media-Pläne der vielen Kunden einer Agentur zu kommen, mit
dem Ziel, evtl. auch den einen oder anderen Medienkonkurrenten
herauszudrängen. Es stellt sich die Frage, inwieweit eine Agentur, die
durch Berücksichtigung solcher Medien knallharte Vorteile erwirtschaftet,
noch eine objektive Beratung im Hinblick auf eine optimale Streuung eines
Kunden-Mediabudgets durchführt. Auch derartige Tendenzen sind zu
berücksichtigen, wenn eine optimale Allokation der Marketingaufwendungen
erzielt werden soll.
(2)
Weitere Einflüsse
Zu beachten ist aber auch, dass in den vergangenen zwei Jahren die Kosten
für Medialeistungen drastisch gesunken sind, sodass Controller aufgrund
von Packages oder reichweitenorientiertem Media-Einkauf ruhig gestellt
werden könnten. Im Hinblick auf eine gute Effizienz ist aber nicht nur der
definierte Tausend-Kontakte-Preis zu berücksichtigen, sondern insbesondere
auch eine attraktive Platzierung; ein Faktor, der bei Effizienz-Messungen
häufig nicht einberechnet wird. Hier könnten kampagnenbegleitende Tools
wie "Modelling" helfen, die nicht nur die Medialeistung, sondern auch den
Markterfolg messen.
(3)
Auch die Agenturen erkennen, dass sie sich mit einem verstärkten
Controlling auseinander setzen müssen. Nachdem die großen
Netzwerkagenturen in diesem Bereich eine Vorreiterrolle spielten,
installieren Agenturen mit mindestens 60 Mitarbeitern inzwischen auch
zunehmend Controller in ihren Reihen, um Einsparpotenziale z. B. in
Prozessen mithilfe dieser Spezialisten besser ausmachen zu können. Sie
müssen schon bei der Gestaltung der Verträge darauf achten, dass in einem
Angebot der Leistungsumfang exakt definiert wird.
(4)
Wie kann man "weiche" Faktoren quantifizieren?
Ein großer Irrtum ist die quantitative Orientierung des Marketings in
Deutschland, gemäß dem kontinuierlich Faktoren wie Marktanteile oder
Käuferreichweiten gemessen werden und die Grundlage für die Erfolgsprämien
der Mitarbeiter und das Controlling der Finanzleute bilden. Die
psychologischen Stärken einer Marke, also qualitative Faktoren, werden in
diesen Betrachtungen gänzlich ausgeklammert. Dabei ist der sogenannte
"Share of Soul", also die Summe aller Eindrücke oder der subjektive Wert,
den ein Verbraucher einer Marke zuschreibt, der Treiber für Marktanteil
und Umsatz. Zu beachten ist hierbei aber insbesondere, dass nicht die Höhe
des Werbebudgets, sondern die Qualität des kreativen Auftritts über
Markenpräferenzen entscheiden.
(5)
Auch in der Werbebranche setzt sich zunehmend das Bewusstsein durch, dass
kommunikative Aktivitäten nicht alleine mit der erfolgreichen
Unterstützung des Verkaufs gemessen werden sollen, was eine effektive
Werbung aufzeigen würde. Vielmehr gilt es, das Augenmerk auf effiziente
Kampagnen zu richten, die trotz stagnierender oder sinkender Budgets den
Absatz und Gewinn ausbauen oder zumindest konstant halten. Um derartige
effiziente Kampagnen zu prämieren, verleiht die deutsche Werbebranche seit
21 Jahren den Werbe-Effie.
Die Werbebranche geht häufig davon aus, dass mehr Effizienz im
marketingkommunikativen Umfeld alleine durch mehr Kreativität erreicht
werden kann. Ebenso wird horizontal und vertikal vernetzter Kommunikation
ein hohes effizienzsteigerndes Potenzial vorausgesagt; allerdings müssten
sich hierzu andere Organisationsstrukturen in Unternehmen und Agenturen
etablieren, die größere Verantwortungsbereiche und abteilungsübergreifende
Teams installieren. Dieser Ansatz kann Prozesse optimieren,
Reibungsverluste abbauen und die Marketingabteilungen straffen, ohne den
Output zu verringern.
Auch die Preispolitik als ein Teil im Marketing Mix kann einem
Performance-Audit unterzogen werden
Die Marketing-Tools und damit das Potenzial zu Effizienzverbesserungen
besteht nicht nur aus kommunikativen Aktivitäten, sondern unter anderem
auch aus preislichen Instrumenten. Während die Spielräume im Bereich der
Kostenreduktionen in Unternehmen aufgrund jahrelang kontinuierlich
verfolgter Kostensenkungen durch z. B. Prozessoptimierungen oder
Einkaufsbemühungen bei Lieferanten, nahezu ausgeschöpft sind, muss sich
das Management intensiver um die Erlösseite kümmern.
Während Kostensenkungsmaßnahmen wie z. B. Entlassungen i. d. R. nur
zeitverzögert wirken, schlagen sich Margenverbesserungen umgehend auf den
Ertrag durch; i. d. R. ohne teure Vorabinvestitionen.
Allerdings erfordert ein erfolgreiches Drehen an der Preisschraube mehr,
als nur querbeet alle Preise um einen bestimmten Prozentsatz anzuheben.
Vielmehr müssen die Pricing-Prozesse völlig neu strukturiert werden. Im
Bereich der Wertlieferung an den Kunden sind die deutschen Unternehmen
gut. Das Problem besteht in dem Ernten des angemessenen Gegenwertes (Value
Extraction). Selbst innovative und marktführende Unternehmen mit einer
optimalen Kostenstruktur erwirtschaften häufig nur Renditen von 1 bis 2 %.
Eine Neuausrichtung der Pricing-Prozesse in einem Unternehmen erfordert
die Einführung eines systematischen Prozesses der Value Extraction. Dazu
muss man nicht nur die Wertentstehung bei den unmittelbaren Kunden
verstehen, sondern die Wertprozesse in der gesamten Wertschöpfungskette.
Diese Pricing-Prozesse sind umso entscheidender, je mehr Produkte ein
Unternehmen hat, oder es die Preise für seine Produkte in jeder
Transaktion spezifisch festlegt. In diesen Fällen kann nicht viel Zeit auf
die einzelnen Preisentscheidungen verwandt werden, sondern es werden genau
definierte Prozesse benötigt, um eine optimale Value Extraction zu
ermöglichen.
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Die Effie-Jury, die jährlich ihren Preis für effiziente Werbung verleiht,
hat den goldenen Effie 2002 an Audi und die betreuende Agentur
Saatchi&Saatchi für den TV-Spot "The Fan" (besser bekannt als
"Wackel-Elvis") verliehen. Audi investiert deutlich weniger in Werbung als
die Konkurrenz der Autohersteller im Premiumsegment; so wendet
Mercedes-Benz fast 8,7 Mio. Euro für die Realisierung von einem Prozent
Werbeerinnerung auf; BMW gibt dafür 6,7 Mio. Euro, Audi nur rund 5,7 Mio.
Euro aus. Trotzdem konnte Audi unter den Premiumherstellern den höchsten
Zuwachs in Sachen Neuzulassungen verzeichnen. Der Elvis-Spot hat Audi
gegenüber der Konkurrenz in den Dimensionen Prestige, Markenpersönlichkeit
und fortschrittliche Technologie deutlich zulegen lassen. Nach Abschluss
der Kampagne haben 86 % der befragten Konsumenten ausgesagt "Ich mag die
Marke", wohingegen ein Jahr zuvor erst 83 % diese Aussage tätigten.
Einen silbernen Effie erhielt Rotkäppchen-Sekt, eine Marke, der es mit der
Kampagne "Phantasie aus 1000 Perlen" gelang, die Marktführerschaft im
Osten auszuweiten und im Westen den Marktanteil deutlich zu steigern.
(Bundesweit Marktanteil 14,9 % im Juli 2002 nach 10,2 % in 1999; im Westen
3,4 % im März 2002 nach 1,7 % in 1999). Zu beachten ist ferner, dass der
Mengenzuwachs nicht mit Preisverfall erkauft wurde. Um Markenstärke zu
demonstrieren, wurden die Preise sogar angehoben, darüber hinaus wurde die
Markenbekanntheit im gesamten Bundesgebiet von 79 auf 84 % erhöht.
(9)
Der Erfolg oder Misserfolg einer Marke ist für viele Unternehmen in
B-to-B-Branchen eher eine Glaubens- als eine Wissenssache. Einer Studie
des Agenturnetzwerkes BBN zufolge, in der 50 Marketingchefs von führenden
weltweiten B-to-B-Unternehmen (36 % Umsatz über 160 Mio. Euro, 31 % Umsatz
zwischen 80 und 160 Mio. Euro, 33 % Umsatz zwischen 40 und 79 Mio. Euro)
nach Erwartungen und Voraussetzungen hinsichtlich ihrer internationalen
Markenpositionierung und ihrer Agenturpartner befragt wurden, ergab, dass
37 % der Unternehmen keine Messung ihrer Markenperformance durchführen, da
sie gar nicht so genau wissen möchten, wo es mit der Marke hingeht, um
nicht erkennen zu müssen, dass der Weg u. U. falsch ist.
Ebenfalls 37 % der Befragten halten die Umsatzzahlen ihres Unternehmens
als Indikator für die Bewertung ihres Markenprofits für ausreichend. Eine
Folge aus dieser Umsatzorientierung ist, dass zunächst die Werbebudgets
gekürzt werden, wenn der Umsatz zurückgeht.
Der niedrige Stellenwert der Kommunikation als markengestaltendes Tool
drückt sich auch darin aus, dass fast die Hälfte der befragten
Marketingchefs die Produkt- und Servicequalität für den wichtigsten Faktor
einer internationalen B-to-B-Brand halten. Erst auf den Plätzen 2 und 3
folgen die Faktoren Ruf und Awareness. Innerhalb vom Marketingmix
fokussieren sich die meisten der befragten Unternehmen auf die Tools PR,
Event und E-Dialog.
Beraten lassen sich 64 % der Unternehmen von ungebundenen, unabhängigen
Agenturen, 29 % bedienen sich eines multinationalen Netzwerkes und 7 %
nutzen ein unabhängiges Netzwerk. Die schlechte Stellung von unabhängigen
Netzwerken wird insbesondere damit begründet, dass der lose
Zusammenschluss, dem eine einheitliche Strategie und aufeinander
abgestimmte Tools fehlen, bemängelt wird.
(6)
Kraft Foods Deutschland hat sich entschlossen, die Effizienz seiner
Marketingkommunikation durch ein aus der Markenwelt heraus entwickeltes
Content-Feld im TV zu erhöhen. Im Markenkern des Kaffeeprodukts "Krönung
light" ist der Aspekt "Selbstverwirklichung" herausgenommen worden und in
ein bestehendes TV-Format, nämlich die Pro7-Sendung "Sam", integriert
worden. Durch visuelle (Farbcode) und auditive (Erkennungsmelodie)
Ankerpunkte wird die Corporate Identity der Marke aufgenommen und subtil,
soweit es das Mediengesetz zulässt, in dem Teil "Das bin ich" dieser
Sendung integriert.
(10)
Nestle greift zu neuen Vergütungsformen für Agenturen, indem diese nicht
mehr mit einer Monatspauschale, sondern rein nach Aufwand bezahlt werden.
Boni werden nur noch bei nachweisbarem Erfolg einer Kampagne geleistet.
Nivea und Red Bull versuchen, ihre marketingkommunikativen Tätigkeiten
verstärkt Inhouse zu entwickeln. Nivea geht davon aus, dass eine minutiöse
Inhouse-Vorbereitung einer Kampagne deren Effizienz wesentlich steigern
kann; Red Bull entwickelt, realisiert und betreut nahezu sämtliche
derartigen Aktivitäten in der eigenen Company.
(3)
Der HDI erzielt mit seinem an B2B-Kunden addressierten Newsletter
regelmäßige Öffnungsraten von 40 % und Responseraten von 20 %. Dahingegen
offerieren z. B. in der Versicherungsbranche in Deutschland nur 14 % der
Unternehmen einen Newsletter-Service. Der ADAC konnte seine
Kundenakquisitionskosten (CPO) durch den Einsatz von E-Mail-Marketing um
die Hälfte reduzieren. Benchmark zur Ermittlung dieser Kosten waren die
sonst üblichen Kosten für postalische Mailings. Es wird geschätzt, dass
aufgrund eingesparter Versandkosten im Verlauf weiterer Werbemaßnahmen
auch Kostenreduktionen im Bereich von 70 % realisiert werden könnten.
Variable Kosten steigen nur unwesentlich bei einer höheren Versandmenge.
(7)
Eine bessere Bereitstellung von relevanten Informationen, sowie die
Fokussierung des Pricings auf kritische Objekte durch eine Automatik half
einem Unternehmen des Personenverkehrs, seine Umsatzrendite um 1,6
Prozentpunkte zu steigern. Bevor die Pricing Prozesse optimiert wurden,
musste der verantwortliche Produktmanager innerhalb von acht Arbeitstagen
mehr als eine Million Preisentscheidungen (also eine je 3,3 Sekunden)
treffen.
(8)
Ein Rohstoffhersteller sah sich einem stark schwankenden Preisprozess
gegenüber, der durch Angebot und Nachfrage am Markt bestimmt wurde.
Probleme bestanden darin, dass bei steigenden oder sinkenden Preistrends
die jeweilige Anpassung zu schnell erfolgte. Durch zuverlässigere
Prognosetools über Preisbewegungen und entsprechend schneller
antizipierter Preisanpassungen konnte die Umsatzrendite um knapp einen
Prozentpunkt gesteigert werden.
(8)
Die durchschnittliche Umsatzrendite deutscher Großunternehmen nach Steuern
liegt bei 2,1 %. Eine gelungene Erhöhung der Preise nur um 1 % würde eine
Verbesserung der Umsatzrendite um 47,6 % bedeuten.
(8) |
Relevant Source 1.) Kanalübergreifendes Kampagnenmanagement, Kunden
zielorientiert ansprechen, Die Sparkassen Zeitung, 18.10.2002, Nr. 42,
S.11
Relevant Source 2.) Riedel, Hergen, Herrscher über Werbegelder, Welt
am Sonntag, 27.10.2002, Nr. 43, S. 42
Relevant Source 3.) Braunschweig, Stefan / Diekhof, Rolf / Hammer,
Peter, Ein Evergreen wird zum Hit, werben & verkaufen, Nr. 43, 25.10.2002,
S. 27
Relevant Source 4.) Effizienz, Spezialisten haben die Agenturfinanzen
im Blick und helfen Prozesse zu optimieren, Controller gegen Kostendruck,
Horizont, Nr. 41, 10.10.2002, S. 29
Relevant Source 5.) Haller, Peter, Ein Plädoyer für Lebensqualtiät,
werben & verkaufen, Nr. 45, 08.11.2002, Seite 90
Relevant Source 6.) Studie, Das unabhängige Agenturnetzwerk BBN
beschäftigt sich bei einem Management-Workshop mit dem Thema "Global
Brands", Nebulöse Vorstellung von der Marke, B-to-B-Unternehmen tun sich
mit der Wirkungsmessung von globaler Kommunikation schwer, Horizont 42,
17.10.2002, Seite 30
Relevant Source 7.) Anweiler, Rolf, Gut beraten mit E-Mail-Marketing,
Warum gerade Versicherungen von der digitalen Kommunikation profitieren,
Versicherungswirtschaft, 15.10.2002, Heft 20, S. 1599
Relevant Source 8.) Ertragssteigerung – eine zuwenig genutzte Chance,
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.10.2002, Nr. 250, S.28
Relevant Source 9.) Die Sieger, Kreation punktet, In wirtschaftlich
schwierigen Zeiten wird Effizienz zum Erfolgsfaktor, Besonders Schubkraft
bekommt sie jedoch durch ein hohes Maß an Kreativität – wie die
diesjährige Effie-Statistik zeigt, Horizont-Magazin special 2, 31.10.2002,
S. 16
Relevant Source 10.) Kongress, Erster deutscher Effizienztag mit wenig
konkreten Ergebnissen / Diskussionen um die Rollen von Agenturen, Medien
und Werbungtreibenden, Tanz ums goldene Kalb namens Effizienz, die
Erwartung war hoch – doch der erste Tag zum Thema Effizienz konnte nicht
voll überzeugen, Horizont 42, 17.10.2002, S. 22 |