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Stilstatistische Untersuchungen zur Fachkommunikation in
sci.lang.translation - der Newsgroup für Übersetzer
Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine stilstatistische Analyse von
englischsprachigen Newsgroup-Mails im Internet. Ziel dieser Arbeit ist es,
anhand der konkreten Schreibpraxis innerhalb der Newsgroup sci.lang.translation
bei www.deja.com zu überprüfen, ob das neuartige technische Kommunikationsmittel
weitreichende Auswirkungen auf den konkreten Umgang mit Sprache innerhalb
elektronisch vermittelter Kommunikation hat. Untersuchungsgegenstand ist dabei
eine Ausprägung der E-Mail, wie sie in Newsgroups, einem im Prinzip öffentlichen
Kommunikationsforum, zu finden ist.
Kapitel 1 der Arbeit gibt einen Überblick über Suchwerkzeuge und elektronische
Wörterbücher im Internet. In Kapitel 2 werden die Konzepte, Strukturen und
Optionen der Newsgroups erläutert sowie exemplarische Beispiele aufgeführt.
Kapitel 3 präsentiert die aufkommende Terminologie im Bereich der
sprachwissenschaftlichen Untersuchungen der neuen Kommunikationsformen sowie
theoretische Ansätze und Modelle zur Analyse. Des weiteren wird ein Überblick
über vorangegangene empirische Untersuchungen von E-Mails gegeben. In Kapitel 4
wird die Vorgehensweise der stilstatistischen Methoden und Analysen vorgestellt
und erläutert. Die Analysen der formalstrukturellen Parameter werden auf der
Grundlage der von W. Fucks entwickelten statistischen Methoden durchgeführt.
Untersucht werden dabei die folgenden Stilgrößen: Wort- und Satzlänge,
Worthäufigkeiten unter Berücksichtigung des englischen Grundwortschatzes von
Klett und Satzschachtelungsverhalten.
Kapitel 5 stellt die Ergebnisse der Analysen dar. Hierfür wurden 117
Newsgroup-E-Mails gesichtet und die Ergebnisse zusammengefasst. Diese Ergebnisse
wurden mit denen eines kleineren Textkorpus aus der International Herald Tribune
verglichen. In Kapitel 6 werden diese Ergebnisse noch einmal zusammengefasst und
ausgewertet. In Kapitel 7 werden Schlussfolgerungen dargelegt.
Benutzte Begriffe, die aus der Fachsprache der elektronischen Kommunikationswelt
bzw. aus der Statistik stammen, werden im laufenden Text erläutert.
Die Begriffe wie "Nutzer", "Übersetzer" usw. schließen natürlich auch die
weiblichen Bezeichnungen ein, wurden aber der Lesbarkeit und Verständlichkeit
halber weggelassen.
| Die Studie |
Branche: Übersetzung, Online
Managementbereich:
Institut: Universität Heidelberg
Abgabedatum: November 2000
Note: 1,0
Seitenanzahl: 104
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Inhaltsverzeichnis |
0 Zielsetzungen
1 Neue Formen der übersetzungsbezogenen Sprach-und Fachdatenrecherche
1.1 Yahoo!, AltaVista, InternetSleuth: Klassiker unter den
Suchmaschinen und Wissenskatalogen
1.1.1 Yahoo!
1.1.2 AltaVista
1.1.3 InternetSleuth
1.2 Virtuelle Zeitungskorpora und der Zugang zu Paralleltexten
1.3 Online-Wörterbücher auf lexikographischen Plattformen:
dictionary.com als exemplarischer Fall
1.4 E-Mail, Mailingliste und Newsgroup als Medien der
Fachkommunikation
2 Die Newsgroup als Forum der geschützten Fachkommunikation
2.1 Newsgroup: Konzepte, Strukturen und zentrale Optionen
2.2 deja.com als virtuelle Kommunikationsoberfläche
2.3 sci.lang.translation: das Fachforum für Übersetzer
2.4 Exemplarische Szenarien der Nutzung
3 Über die Kommunikation in Newsgroups im Spektrum medialer und
konzeptioneller Mündlichkeit und Schriftlichkeit
3.1 Die terminologische Gemengelage im Bereich text- und
diskurslinguistischer Analysen zu neuen Medien und
Formen der elektronischen Kommunikation
3.2 Sprache der Nähe vs. Sprache der Distanz: das Modell von Koch/Oesterreicher
als theoretischer Bezug
3.2.1 Das Modell von Koch/Oesterreicher
3.2.2 Elektronische Fachkommunikation zwischen Mündlichkeit und
Schriftlichkeit
3.3 Empirische Untersuchungen zur fachsprachlichen Kommunikation in
Newsgroups als Desiderata
4 Stilstatistische Analysen linguistischer Parameter in der
übersetzungsbezogenen Fachkommunikation in der Newsgroup
sci.lang.translation
4.1 Stilstatistik in der Tradition von Wilhelm Fucks
4.2 Methoden der stilstatistischen Analyse
4.2.1 Das Korpus und die repräsentative Stichprobe
4.2.2 Quantitative vs. qualitative Parameter
4.2.3 Die Hypothesenbildung
4.2.4 Der Signifikanztest und die Verifikation und Falsifikation von
Hypothesen
4.2.5 Vergleich zweier abhängiger Stichproben Hypothesentest mit dem
c-Verfahren
4.2.6 Der SPEARMANsche Rangkorrelationskoeffizient R
5 Exemplarische linguistische Analysen der Kommunikation in
sci.lang.translation auf der Grundlage eines repräsentativen Korpus
5.1 Der Vorgang der Korpusbildung
5.2 Quantitative Parameter
5.2.1 Satzlänge
5.2.2 Wortlänge
5.2.3 Worthäufigkeitsverhalten
5.2.4 Lesbarkeit
5.2.5 Maillänge
5.2.6 Komplexität der Newsgroup-Cluster
5.3 Qualitative Parameter und korrespondierende Hypothesen
5.3.1 Formen der Anrede und Verabschiedung
5.3.2 Formen des gebundenen Sprachgebrauchs als Ausdruck der
fachsprachlichen stilistischen Variation
5.3.2.1 Der Ansatz von Franz-Josef Hausmann
5.3.2.2 Gebrauchsprachliche und fachsprachliche Kollokationen
6 Die Ergebnisse im Überblick |
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