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Untersuchung des Shared Values Prozesses auf Relevanz beim Vertrauensmanagement in virtuellen Unternehmen
Branche: branchenübergreifend
Managementbereich: Organisation, Strategie, Personal
Institut: FH Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Abgabedatum: Juni 2003
Note: 1,3
Seitenanzahl: 72
Abstract:
Virtuelle Unternehmen sind die Antwort auf neue Rahmenbedingungen, die von den Unternehmen ein hohes Ma an Flexibilität und Anpassungsfähigkeit einfordern. Um flexibel zu sein, verzichten virtuelle Unternehmen weitgehend auf formale Absicherungsmechanismen, wie rechtsverbindliche Verträge. Diese Funktion der Absicherung soll das absolute gegenseitige Vertrauen der Partner gewährleisten. Vertrauen ist also die elementare Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit virtueller Unternehmen
Durch den Formalitätsverzicht ergeben sich entscheidende positive ökonomische Effekte, vor allem im Hinblick auf Koordinations- und Kontrollmechanismen. Vertrauen reduziert beispielsweise die Transaktionskosten. Auf der einen Seite entfallen externe Transaktionskosten wie Anbahnungs-, Vereinbarungs- und Kontrollkosten, weil auf explizite Verträge verzichtet wird. Auf der anderen Seite werden interne Koordinationskosten durch den Ausbau von Selbstkoordination, -organisation und -kontrolle gesenkt. Jedoch liegt gleichzeitig genau im Vertrauen das zentrale Problem virtueller Unternehmen. Wegen dem Fehlen vertrauensfördernder Faktoren im virtuellen Kontext, wie räumliche Nähe, persönliche Beziehungen, langfristige Orientierung und häufiger direkter Kontakt, kann Vertrauen nur sehr schwer entstehen.
Um die Faktoren zum Funktionieren eines virtuellen Unternehmens herauszubilden, bedient sich diese Arbeit des aus den USA stammenden Konzepts Shared Values Prozess. Diese Managementmethode dien der Schaffung eines Produktivität und Effektivität steigernden Arbeitsumfeldes. Es basiert auf der Einsicht, dass der Erfolg eines Unternehmens auf der Übereinstimmung der Unternehmenswerte mit den persönlichen Werten der Mitarbeiter gründet. In einer breit angelegten Studie der University of Chicago, deren Ziel es war, herauszufinden, was Mitarbeitern und Führungskräften in ihrem Arbeitsumfeld wichtig ist, damit sie sich zufrieden fühlen und ihre Produktivität steigern können. Acht bestimmte Werte waren das Ergebnis dieser Studie. Vertrauen ist einer dieser Werte. Daher untersucht die Autorin dieses Konzept daraufhin, ob und warum es sich eignet, die Vertrauensproblematik in virtuellen Unternehmen zu reduzieren. Zusätzlich zeigt sie, wie dieses Konzept in virtuellen Unternehmen implementiert werden kann.
Inhaltsverzeichnis:
1 Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit 4
2 Virtuelles Unternehmen 6
2.1 Begriffe virtuell, Virtualität, Virtualisierung, Virtualisierungsgrad 6
2.2 Definitionsversuche in der Literatur 7
2.3 Charakteristische Merkmale virtueller Unternehmen 11
2.3.1 Kooperation rechtlich unabhängiger Partner 11
2.3.2 Verbindung von Kernkompetenzen 12
2.3.3 Zeitliche und räumliche Verteiltheit 12
2.3.4 Moderne Informations- und Kommunikationstechnologie 13
2.3.5 Vertrauenskultur 13
2.4 Ableitung einer Arbeitsdefinition 14
3 Vertrauen als elementare Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit von virtuellen Unternehmen 15
3.1 Vertrauen als interdisziplinäres Forschungsgebiet 15
3.1.1 Vertrauen aus psychologischer Perspektive 16
3.1.1.1 Vertrauen als personenspezifische Einstellung (Rotter/Erikson) 16
3.1.1.2 Vertrauen als situationsabhängiges Verhalten (Deutsch) 18
3.1.2 Vertrauen aus soziologischer Perspektive 19
3.1.2.1 Vertrauen als Mechanismus zur Reduktion sozialer Komplexität (Luhmann) 19
3.1.2.2 Vertrauen als einseitiger Ressourcentransfer (Coleman) 21
3.1.2.3 Vertrauen in strukturationstheoretischer Perspektive (Giddens) 22
3.2 Begriffliche Abgrenzung und Festlegung von Vertrauen für diese Arbeit 25
3.2.1 Begriffliche Abgrenzung von Vertrauen 25
3.2.1.1 Vertrauen, Risiko und Unsicherheit 26
3.2.1.2 Zuversicht, Hoffnung, Zutrauen und Vertrauen 27
3.2.2 Begriffliche Festlegung von Vertrauen 28
3.3 Bedeutung und Funktionen von Vertrauen in virtuellen Unternehmen 31
3.3.1 Vertrauen als Koordinations- und Kontrollmechanismus 31
3.2.2 Persönliches Vertrauen und Systemvertrauen 33
3.3.3 Weitere Funktionen bzw. Wirkungen von Vertrauen 34
3.4 Grenzen und Barrieren des Vertrauens in virtuellen Unternehmen 35
3.5 Zusammenfassung 37
4 Untersuchung des Shared Values Prozesses auf Relevanz beim Vertrauensmanagement in virtuellen Unternehmen 39
4.1 Shared Values Prozess nach Rob Lebow 39
4.1.1 Überblick über die Entwicklungsgeschichte 39
4.1.2 Das Konzept Shared Values Prozess 40
4.2 Die Rolle des SVP beim Vertrauensmanagement in virtuellen Unternehmen 43
4.2.1 Vertrauensmanagement in virtuellen Unternehmen 43
4.2.2 Shared Values Prozess in virtuellen Unternehmen 44
4.3 Mögliche Aufgaben der Shared Values als vertrauensfördernde Faktoren und ihre Umsetzung in virtuellen Unternehmen 46
4.3.1 Besonderheiten bei der Entstehung virtueller Unternehmen 46
4.3.2 Funktionen der Shared Values in virtuellen Unternehmen 50
4.3.2.1 Shared Values als Verhaltenskodex 50
4.3.2.2 Signal- und Symbolfunktion 51
4.3.3.3 Vereinigungs- und Identifikationsfunktion 53
4.3.3 Grenzen und Barrieren von Shared Values 54
4.4 Implementierungsaussicht von Shared Values in virtuellen Unternehmen 56
4.5 Gestaltungsempfehlungen zur Implementierung der Share d Values als
vertrauensfördernde Faktoren 59
5 Schussbetrachtung 61
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