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Branchenthemen Chemie und Kunststoffe

BranchenThemen Chemie und Kunststoffe

Die Chemiebranche in Deutschland wächst, rechnet angesichts sich abkühlender Weltkonjunktur aber mit geringeren Wachstumsraten. Für das Gesamtjahr 2011 stellt der Branchenverband eine Steigerung der Produktion um fünf Prozent und des Umsatzes um zehn Prozent in Aussicht. Deutschland ist nach wie vor Exportweltmeister von Chemieprodukten. Das Wachstum im globalen Chemiegeschäft verschiebt sich immer stärker nach Asien.

Die BranchenThemen verstehen sich als kompakte Zusammenfassung zu Ereignissen in einer Branche oder einem Marktumfeld. Auf ca. 5 Seiten sind alle relevanten Daten und Fakten zusammengefasst. Auf diese Weise können Branchen- und Märkte schnell erfasst werden.

Die BranchenThemen bieten damit eine schnelle Entscheidungsgrundlage für die Beurteilung von Branchen- und Märkte. Aufwendige Eigenrecherchen entfallen. Die BranchenThemen können direkt online bestellt werden. Sie erhalten die BranchenThemen per E-Mail im Word Format zugesendet.

Chemiehandel – Mit anspruchsvollem Leistungsangebot vom Distributor zum Chemikalien-Manager>>
• Die deutschen Chemikalienhändler waren auch 2011 konjunkturell in Schwung. Der Umsatz legte um fast 13 Prozent auf rund 13 Milliarden Euro zu.
• Traditionell ist die Chemiedistributionsbranche fragmentiert und mittelständisch strukturiert. Größter deutscher Anbieter ist die Brenntag AG.
• Die Distributoren entwickeln sich zu Partnern der Hersteller und Kunden, sie übernehmen immer mehr und teils komplexere Aufgaben entlang der Wertschöpfungskette.

Agrarchemie – Mangelnde Akzeptanz für Pflanzenbiotechnologie vertreibt BASF nach USA>>
• Die demografische Entwicklung bringt einen wachsenden Nahrungsmittelbedarf mit sich. Daraus leiten sich die Forderungen nach erheblichen Ertragssteigerungen in der Landwirtschaft ab.
• Hiervor profitieren die globalen Anbieter, die im Pflanzenschutz, in der Pflanzenernährung und im Saatgutgeschäft tätig sind.
• Die international wichtigsten Anbieter im Markt für Pflanzenschutz, Düngemittel und Saatgut sind Syngenta, Bayer Crop Science, BASF, Monsanto, Dow und DuPont.
• BASF verlegt seine Aktivitäten in der Pflanzenbiotechnologie in die USA. Begründet wird diese Entscheidung mit der mangelnden Akzeptanz für Pflanzenbiotechnologie bei der Mehrzahl der europäischen Verbraucher, Landwirte und Politiker.

Kunststoffe – Globale Nachfrage steigt weiter, Biokunststoffe mit starken Wachstumsaussichten>>
• Innerhalb Europas ist Deutschland führend in der Kunststoffproduktion.
• Die deutsche Kunststoff verarbeitende Industrie hat 2011 Waren im Wert von 55,9 Milliarden Euro hergestellt und damit einen neuen Rekord aufgestellt.
• In Asien und dem Nahen Osten findet das größte Wachstum in Verbrauch und Produktion statt.
• Biokunststoffe machen noch weniger als ein Prozent am Gesamtmarkt für Kunststoffe aus; doch Marktbeobachter schreiben ihnen ein rasantes Wachstum zu.

Rohstoffwandel in der Chemie – Biomasse soll Erdöl ablösen>>
• Basischemikalien basieren heute zumeist auf dem Rohstoff Erdöl, der das chemische Element Kohlenstoff liefert.
• Allerdings steigt der Druck auf die Chemiewirtschaft sich aus ihrer Erdölabhängigkeit zu lösen.
• Beim Rohstoffwandel kommen Erdgas, Kohle und Biomasse in Frage, die Synthesegasherstellung könnte eine Schlüsselrolle übernehmen. Kohlendioxid und Wasserstoff bieten ebenfalls Potenziale als künftige Rohstoffe für die chemische Industrie.

Kennzahlen – Wer sind die Weltmeister im Chemiegeschäft?>>
• Der nach Umsatz weltgrößte Chemiekonzern ist die deutsche BASF, nach Börsenwert hat die saudi-arabische Sabic die Nase vorn.
• Das Wachstum im globalen Chemiegeschäft verlagert sich immer stärker nach Asien, vor allem China und Indien. Deutschland ist Weltmeister beim Export von Chemieprodukten.
• BASF geht davon aus, dass die Chemieproduktion (ohne Pharma) weltweit von 2010 bis 2020 durchschnittlich um vier Prozent zulegt, bei einem weltweiten gesamtwirtschaftlichen Wachstum von drei Prozent.

Klebstoffe – Im Wettbewerb um knappe Rohstoffe>>
• Die Klebstoffbranche konkurriert mit der Reifenindustrie und den Photovoltaik-Herstellern um knappe und sich infolgedessen stark verteuernde Rohstoffe.
• Die deutsche Klebstoffproduktion erreichte 2010 eine neue Rekordhöhe, das Exportgeschäft läuft gut und der Marktanteil in Europa stieg auf 35 Prozent.
• Weltmarktführer bei industriellen Klebstoffen ist der deutsche Konsumgüterkonzern Henkel. Bereits heute erzielt Henkel 42 Prozent des Gesamtumsatzes in China/Asien/Pazifik.

Reinigung und Kosmetik – Naturkosmetik, Männerkosmetik und Anti-Aging weiter im Trend>>
• Das Marktvolumen für Körperpflege-, Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel lag 2010 bei rund 17 Milliarden Euro.
• Der deutsche Kosmetikmarkt ist weitgehend gesättigt, Wachstumsmärkte liegen in den Schwellenländern.
• Die größten Absatzbereiche im Körperpflegemarkt sind Haarpflege, Hautpflege und dekorative Kosmetik. Weitere Umsatzhoffnungen setzen die Kosmetikkonzerne in Anti-Aging, die Natur- und die Männerkosmetik.
• Für die Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel wird ein ähnliches Wachstum wie im Vorjahr erwartet, also etwa plus drei Prozent.

Industriegase – Schwellenländer, Energie und Gesundheit als Wachstumstreiber>>
• Der Markt für Industriegase ist konsolidiert; ein Oligopol aus fünf großen Unternehmen kontrolliert über drei Viertel des Weltmarkts.
• Der Münchener Medizin- und Industriegasespezialist Linde und die französische Air Liquide setzen ihr Kopf-an-Kopf-Rennen fort.
• Das Geschäft in China, Südostasien, im Nahen Osten und Osteuropa hat bereits große Umsatzanteile erobert und gilt als Wachstumstreiber der Zukunft.

Kunststoffrecycling – Plastikabfall als Ressource>>
• Das Kunststoffrecycling hat sich in Deutschland neben der Kunststofferzeugung und der Kunststoffverarbeitung als Wirtschaftsfaktor und Bestandteil der Kunststoffwirtschaft etabliert.
• Die Schätzungen über die Mengen an Plastikmüll sind vage und sehr unterschiedlich. Nicht nur die Weltmeere und deren Bewohner sind der zunehmenden Vermüllung durch Plastik ausgesetzt.
• Die Umweltkommission der Europäischen Union will Plastiktüten künftig besteuern oder sogar verbieten.
• Kunststoffrecycling bietet aus rohstofflicher, werkstofflicher und sogar aus energetischer Sicht noch großes Potenzial.

Deutsche Chemieunternehmen – Wie stark trifft sie die Krise in Japan?>>
• Das Erdbeben in Japan und seine Folgen stellen die Tragfähigkeit der japanischen Wirtschaft und der globalen Lieferketten derzeit auf eine harte Probe.
• Die deutsche Chemiebranche kommt bislang vergleichsweise glimpflich davon, die Elektronik-, IT- und auch die Automobilindustrie haben deutlich stärker mit Produktknappheiten zu kämpfen.
• Japan ist hinter China der zweitwichtigste Asien-Partner für die deutsche Chemieindustrie.

Agrarchemie – Branche hofft auf steigende Nachfrage zu Beginn der Pflanzenschutzsaison>>
• Der weltweite Markt für landwirtschaftlichen Pflanzenschutz ist 2010 kaum gewachsen. Nun hofft die Agrarchemiebranche auf einen Nachfragezuwachs.
• Am Weltmarkt für Pflanzenschutzmittel hat Deutschland einen Anteil von rund zehn Prozent.
• Die wichtigsten, global agierenden Anbieter im Markt für Pflanzenschutz, Düngemittel und Saatgut sind Syngenta, Bayer Crop Science, BASF, Monsanto, Dow und DuPont.
• In Europa hat die konventionelle Pflanzenschutzchemie noch Vorrang. Weltweit werden zunehmend biotechnologische Lösungen für Saatgut eingesetzt.

Kunststoffe – Aufsteiger, Absteiger, Umsteiger>>
• Die deutsche Kunststoffindustrie gilt als Kunststoffhochburg in Europa.
• Nach ihrem schweren Einbruch im Jahr 2009 läuft sie nun wieder auf Erholungskurs.
• Polyethylen und Polypropylen haben sich zu den meistverkauften Massen-Kunststoffen entwickelt.
• Produktion und Verbrauch werden weiter getrieben vom Mittleren Osten und China.

Chemiebranche 2011 – Was erwarten die deutschen und europäischen Unternehmen?>>
• Die deutsche Chemiebranche wuchs 2010 kräftig. Im laufenden Jahr 2011 soll das Produktionswachstum mit voraussichtlich 2,5 Prozent moderater ausfallen und der Umsatz um weitere vier Prozent steigen.
• Der europäische Chemieverband stellte ein Wachstum in ähnlicher Größenordnung in Aussicht.
• Die Wachstumschancen im asiatisch-pazifischen und lateinamerikanischen Raum sollen in 2011 mit weiterem Kapazitätsausbau noch stärker wahrgenommen werden.

Beschäftigung in der deutschen Chemiebranche – Summa summarum: durchwachsen, aber stabil>>
• Die Chemie als sechstgrößter industrieller Arbeitgeber Deutschlands beschäftigt derzeit rund 414 200 Mitarbeiter.
• Eine nennenswerte Ausweitung der Arbeitsplätze erwartet der Branchenverband trotz erfolgreicher konjunktureller Aufholjagd nicht.
• Die Signale der beiden größten deutschen Chemieunternehmen an ihre Mitarbeiter zum Jahresausklang sind unterschiedlich: Während BASF seinen Mitarbeitern eine Standortgarantie gegeben hat, will Bayer sein Personal deutlich reduzieren.

Ältere BranchenThemen in der Übersicht
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