
Aktuelle BranchenThemen
Feinstaub - Dem Staub auf der Spur
• Insgesamt vierzig deutsche Städte haben mittlerweile
Umweltzonen eingerichtet. Die Kommunen erhoffen sich von der
Maßnahme eine sinkende Feinstaubbelastung und generell bessere
Luftqualität.
• Feinstaub PM10 besteht aus kleinen Staubpartikeln, die
kleiner sind als zehn Mikrometer. Die chemische
Zusammensetzung und die Größe der Partikel kann je nach
Entstehungsgeschichte sehr verschieden sein. Ein Teil des
Feinstaubs entsteht unmittelbar bei der Verbrennung von
Treibstoffen oder Holz, der Rest bildet sich erst in der
Atmosphäre aus unterschiedlichen Substanzen.
• Forschende des Paul Scherrer Instituts, der University of
Colorado und 29 weiterer Forschungseinrichtungen aus
verschiedenen Ländern haben nun die Zusammensetzung der
organischen Anteile des Feinstaubs für verschiedene Regionen
der Welt untersucht und bestimmt, aus welchen
Ursprungssubstanzen er sich jeweils bildet.
Jahresausklang im Chemiegeschäft - Mit
Zuversicht in 2010, doch es bleiben gemischte Gefühle
• Im dritten Quartal belebte sich das Geschäft in Deutschlands
viertgrößtem Industriezweig wieder leicht.
• Für das Gesamtjahr rechnet die Branche jedoch damit, dass
die Produktion um zehn Prozent und der Umsatz um zwölf Prozent
zurück gehen.
• Die Nachfrage in Asien/Südostasien steigt wieder, die
kurzfristig eingeleiteten Sparprogramme und
Produktionskürzungen sind wirksam und verbessern die
Ertragslage vieler Chemieunternehmen.
• Doch etliche Sorgen bleiben und schaffen gemischte Gefühle
beim Jahresausklang. So etwa wird befürchtet, dass die
bestehenden Überkapazitäten in 2010 auf die Preise und Margen
drücken und die erzielten Einsparungen aufzehren. Kurzarbeit
und Wegfall von Arbeitsplätzen bleiben auf der Tagesordnung.
Chemieunfälle - Nachlässigkeit im Umgang
mit Chemikalien gefährdet Mensch und Natur
• Sowohl national als auch international hat die chemische
Industrie umfangreiche Maßnahmen und Hilfeleistungen
entwickelt, um den Transport und den Umgang von Chemikalien
als Vor-, Zwischen- oder Endprodukt so sicher wie möglich zu
machen.
• Dennoch kommt es im täglichen Umgang immer wieder zu
Unfällen mit teils schweren Folgen für Mensch und Natur.
• So steht beispielsweise die Energiefirma Total wegen einer
Pannenserie massiv in der Kritik, vor wenigen Wochen wurden
bei einer Spedition zwei Arbeiter getötet, als sie in einen
Tankcontainer stiegen, und im vergangenen Jahr mussten die
deutschen Gewässer gefährliche Substanzen im Umfang des
Kofferraumvolumens von 47 000 Kombis verkraften.
ICIS Innovation Award - Die
Innovationsoscars der Chemiebranche werden vergeben
• ICIS, das führende Market Intelligence Unternehmen der
internationalen Chemiebranche, vergibt gerade zum sechsten Mal
seine Innovation Awards. Im Oktober werden der Hauptgewinner
und die Sieger in den einzelnen Kategorien Best Product
Innovation, Best Innovation by a small or medium-sized
enterprise (SME), Best Business Innovation, Best Innovation in
Corporate Social Responsibility (CSR) ausgezeichnet.
• Nominiert sind 13 Kandidaten aus den unterschiedlichsten
Chemiefirmen weltweit, so beispielsweise F&E-Teams aus der
französischen Arkema, der indischen Tata oder der
niederländischen DSM. Auch Entwickler aus Dänemark, England,
Japan und den USA haben ihre innovativen Produkte, Prozesse
und Dienstleistungen eingereicht.
• Großes Leitthema ist dieses Jahr offenbar Nachhaltigkeit und
Umweltschutz, denn sehr viele der eingereichten Innovationen
zielen darauf ab.
Mückenabwehrmittel - Forscher warnen vor
nervenschädigendem Wirkstoff
• Im Sommer und Winter schwirren zahlreiche Mückenarten durch
die Luft. Etliche davon stechen den Menschen und saugen sein
Blut. Die juckenden Beulen verdanken wir derzeit zumeist der
gemeinen Stechmücke oder der Wald- und Wiesenmücke.
• Um sich erst gar nicht stechen zu lassen, greifen wir zu
diversen Schutzmaßnahmen. Hochkonjunktur haben die chemischen
Mückenlotionen, - sprays und -roller wie beispielsweise Autan,
die direkt auf die Haut aufgetragen werden.
• Französische Forscher haben jetzt vor der nervenschädigenden
Wirkung des vielfach enthaltenen Wirkstoffs DEET gewarnt.
Viele Verbraucher sind verunsichert, wenngleich noch zu klären
ist, wie viel DEET tatsächlich aus üblichen Produkten über die
Haut in das Gehirn gelangt.
Globally Harmonised System - "Ätzend",
aber nicht "giftig"
Das Bürokratiemonster GHS ist seit 20. Januar 2009 in Kraft.
Es bringt sicher weiteren ätzenden Aufwand mit sich, mag für
die Chemieunternehmen teuer sein, ist aber zumindest nicht
giftig! Nach mehr als 40 Jahren löst das Globally Harmonised
System of Classification and Labelling of Chemicals (GHS) das
bisherige europäische System für die Einstufung und
Kennzeichnung von Chemikalien ab.
Petrochemie weltweit unter Druck -
Petrodollars willkommen!
Die Finanzkrise lässt zwar auch bei Petrochemie-Anlagen im
Mittleren Osten die Gelder knapp werden, doch noch sind die
Scheichs liquide genug, um auch deutschen Unternehmen unter
die Arme greifen zu können und so den Einstieg in die
westliche Chemieindustrie voranzutreiben.
Moderne Hochleistungskunststoffe im Sport - Wollmütze ist out,
Hightech-Helm ist in
„Mit einem lauten Knall kracht der Kopf aus rund 1,6 Meter
Höhe auf einen Eisenblock. Im Moment des Aufpralls hat er eine
Geschwindigkeit von immerhin 18 Stundenkilometer erreicht.“
Zum Glück ist es dieses Mal kein Horrorszenario im echten
Leben, sondern die Fürther Firma Uvex simuliert den Aufprall
bei einem Skiunfall im Labor ganz ähnlich den Crashtests bei
Autos.
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Themenrecherchen und Marktmeldungen in einer kompakten
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CHEMIE & KUNSTSTOFFE
BRANCHE
Die weltweite Finanz- und
Absatzkrise hinterlässt auch in der viertgrößten
Industriebranche Deutschlands ihre Spuren. Die
Chemieproduktion fiel im ersten Halbjahr 2009 in etwa auf
das Niveau von 2003 zurück. Für das Gesamtjahr 2009 wird
zwar mit einer leichten Erholung gerechnet, doch das
negative Vorzeichen bleibt. Der Branchenverband geht von
einem Rückgang der Produktion um zehn Prozent und einem
Rückgang des Umsatzes um zwölf Prozent aus.
Mit BASF als Weltmarktführer und Bayer als aktueller
Nummer Vier sind deutsche Konzerne im globalen
Chemiegeschäft sehr gut vertreten.
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